Toleranz als Gesellschaft zersetzendes Element

Toleranz in den Medien und in sozialen Netzwerken

Seit etlichen Jahren wird der Begriff Toleranz in den Medien und in sozialen Netzwerken strapaziert, was letztlich in der Forderung mündet, Dinge zuzulassen, die den Regeln der Allgemeinheit, der Mehrheit, zuwiderlaufen. Warum aber soll die Mehrheit einer Minderheit folgen und deren Vorstellungen respektieren, im schlimmsten Fall annehmen? Warum soll sich die Mehrheit von einer Minderheit beherrschen lassen? Dieses Phänomen haben wir ohnehin schon durch das Wirken der Politik und der Geldmacht. Dieses Wirken könnte man noch als naturtreue hierarchische Ordnungsstruktur begreifen. Dann hätten wir es allerdings nicht mit Toleranz zu tun. Denn Toleranz von “oben” geregelt, widerspricht dem Naturrecht, sich verteidigen zu dürfen (und ggf. zu müssen), ja, widerspricht dem Begriff Toleranz geradezu, es sei denn, er ist grundsätzlich nicht mit Freiwilligkeit besetzt.

Der Begriff Toleranz impliziert die Duldung von Verhalten gegen persönliche und gesellschaftliche Wertvorstellungen. Wie weit kann und darf dies aber gehen, ohne dem Verlust von Verhaltensnormen zu erliegen, die für das Funktionieren einer gesunden Gesellschaft lebenswichtig sind? Diese Frage stellt sich nicht gegenüber ethnischen Minderheiten, sondern gegenüber von Gruppierungen, die ihre (privaten!) naturwidrigen und beschränkten Ansichten über Familie und Partnerschaft als gesellschaftliche Norm etablieren wollen. Hier darf man sich wehren, weil die Basis der Gesellschaft, die Familie, angegriffen und infrage gestellt wird. Toleranz zu fordern ist ein Machtspiel. Dieses kann man verlieren oder gewinnen. Wird Toleranz jedoch verordnet, wird einem die Möglichkeit genommen, sich gegen territoriale und soziale Übergriffe zu verteidigen. Zumindest rein rechtlich. Die Rede ist hier also nicht von der Toleranz, die ich walten lasse, wenn mein Nachbar eine Party ankündigt und es nachts laut wird. Die Rede ist nicht von gebotener und anerzogener Höflichkeit, nicht von dem Annehmen charakterlicher Besonderheiten oder dem gelten lassen anderer Meinungen. Toleranz unterscheidet sich von Anstand, Respekt und Achtung. Wenn ich dem Alten im Bus meinen Platz anbiete, ist dies keine Toleranz gegenüber seinem Alter, sondern Achtung und Höflichkeit.

Toleranz, Glauben und gesellschaftliche Normen

Toleranz und Glauben liegen eng beieinander. Beides kann nicht integriert werden, wenn sie auferlegt sind. Beides entspringt zutiefst persönlichen Wertvorstellungen. Wenn ich glauben soll, ist es kein Glaube, sondern Indoktrination. Was ich tolerieren soll, wird zum Zwangskorsett und, wenn nicht “intolerant” gebremst, zur restlosen Freiheit von Entwertung, Sittenwidrigkeit und letztlich zur Rechtfertigung aller Gesetzlosigkeit. Zu sagen, der andere wäre intolerant, weil er sich dagegen wehrt, dass seine Toleranz ausgenutzt und überstrapaziert wird, ist intolerant, weil übergriffig; denn angemessene, berechtigte und natürliche Grenzen werden überschritten.
Bis wohin darf Toleranz also gehen oder erwartet werden? Welche Grenzen gibt es? Toleranz kann nicht grenzenlos sein, denn dies wäre eine grenzenlose Intoleranz gegenüber anderen, dominierenden und bewährten (!) Wertvorstellungen, gesellschaftlichen wie persönlichen. Genau darauf scheint die Forderung nach Toleranz mitunter abzuzielen; das restlose Aufbrechen jeglicher Normen. Doch ohne Normen geht es nicht, ohne Normen zerfällt die Gesellschaft, was die Geschichte nicht nur alter Völker eindrucksvoll beweist. Die Geschichte um den 2. Weltkrieg ist immer noch ein ziemlich aktuelles krasses Beispiel dafür.

Toleranz, zu viel davon, kann also zu persönlichen und gesellschaftlichen Konflikten führen. Eine Gesellschaft kann nicht ohne geordnete Strukturen leben. Diese Strukturen haben sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt und bewährt. Wenn ein Mensch als Fremder in eine religiös völlig anders geartete Nation kommt, dann sollte die Gastfreundschaft über eine Duldung hinausgehen und der noch Fremde sollte seine Religion, toleriert von den Einheimischen, frei (ohne Beeinträchtigung seiner “Gastgeber”) ausüben dürfen. Fängt der Fremde jedoch an, gegen die ihm fremde Religion, und somit gegen seinen Gastgeber, zu agieren und/oder anfängt zu missionieren, dann kann man dafür keine Toleranz mehr erwarten geschweige denn einfordern. Kommen solche Forderungen dann auch noch aus den Reihen der eigenen Politiker, muss man sich fragen, was hier eigentlich angestrebt wird. Denn im Grunde ist dies einem gewollten Zersetzen der Gesellschaft gleichzusetzen. Zu welchem Zweck und mit welchem Motiv aber?

Natürliche Ordnung und Genderwahn

Ähnlich zu betrachten ist dies bezüglich der seit Jahren um sich greifenden sogenannten Genderpolitik. Seit Jahrmillionen hat die Natur das Vater-Mutter- und Eltern-Kind-Prinzip entwickelt. Dies ist ein lebenssicherndes Grundprinzip natürlicher Ordnung. Der moderne (?) Mensch macht nun daraus eine Sozialwissenschaft, welche die Geschlechtsaspekte des Menschen losgelöst von den gegebenen biologischen Geschlechtsmerkmalen beschreibt. – Nichts gegen “geisteswissenschaftlich-philosophische’ Gedankenverirrungen, jeder darf denken und phantasieren was/wie er (der Mensch) es möchte. Eine sogenannte Wissenschaft, die “in Abgrenzung zu den biologischen Geschlechtern” die Naturgeschichte, die Ordnung der Natur respektive die naturgegebene Ordnung des Menschen missachtet bzw. verbessern will, wie auch die Genforscher mit ihren Clone-Bestrebungen übrigens, nützt der weiteren Entwicklung der menschlichen Gesellschaft nicht nur nichts, sondern fügt ihr erheblichen Schaden zu, und ist wegen ihrer Realitätsferne nicht wirklich ernst zu nehmen. Die zersetzenden Ergebnisse dieser nutzlosen Wissenschaft, die wir heute beinahe täglich vor Augen haben, sollen toleriert werden, und zwar soweit, dass die uralten naturgegebenen Ordnungen völlig an Bedeutung verlieren (sollen) und ein Bestätigen oder auch Festhalten an diesen als sichere Orientierung als intolerant und gesellschaftswidrig verurteilt werden. Das ist die ausgeprägte Symptomatik einer Psychose, gerade auch deshalb, weil es Politik ist, Genderpolitik.

Einzelfälle sind nicht die Norm

Die Einzelfälle, die eine klare biologische Zuordnung nicht zulassen, können nicht dazu führen, dass man quasi postuliert, jeder könne sich sein Geschlecht selber wählen, und dies noch in der völligen Vermischung mit den sogenannten sozialen Geschlechterrollen. Wir brauchen keine Geschlechterwissenschaft, die alles wieder nur unnötig verkompliziert. Die Natur hat es einfach gehalten; weiblich und männlich genügten ihr vollends für die Erzeugung von Nachwuchs. Dies, das Sichern des Überlebens, kann nur in einem natürlich-biologischen Weiblich-Männlich-Gefüge sichergestellt werden. Alles andere ist nicht überlebensfähige Extravaganz und als dekadente Kulturleistung mit Sittlichkeitsverfall sowie staatlich anerzogener Desorientierung (unserer Kinder) zu bezeichnen. Desorientierung haben wir, wenn es keine Regeln mehr gibt. Ein Leben ohne Regeln führt geradewegs ins Chaos. Die Regeln der Gesellschaft können unmöglich an den Regeln der Natur vorbei entstehen und funktionieren. Die Natur gibt diese Regeln seit undenklichen Zeiten vor, nicht nur dem Menschen, sondern auch der Tier- und Pflanzenwelt. Dies sind Grundordnungen des Lebens, deren Verlassen noch immer zur Vernichtung führte und führen muss. Das Leben wurde nicht vom Menschen erfunden, sondern das Leben, der Geist des Lebens, hat den Menschen hervorgebracht. Dies nicht, dass wir nun meinen könnten, dem Geist des Lebens unsere Vorstellungen von Leben entgegenstellen zu können. Das ist lächerlich. Das Annehmen der gegebenen Lebensregeln, der Naturgesetze, ist keine Toleranz, sondern ist Notwendigkeit, Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt überleben können. Wir würden nichts tolerieren müssen, würden wir natürlich leben und die Naturgesetze achten.

Wenn ich, wie eingangs beschrieben, als Einzelner von anderen Toleranz verlange, dann impliziert dies prinzipiell einen Verstoß gegen bewährte Normen. Diese Normen sind also nicht willkürlich entstanden, sondern aus langer Erfahrung heraus. Die Tradition soll hier gar nicht erst bemüht werden, weil diese durchaus starre und überholte Muster sein können. Jede Erfahrung zeigt jedoch, was wir tun und lassen sollten. Die gleiche Forderung an Toleranz seitens ganzer Gruppen, sogenannter Minderheiten, weil sie tatsächlich und zwangsweise in der Minderheit sind (und sich einmal sachlich damit auseinandersetzen sollten, warum dies so ist), impliziert denselben Vorstoß gegen etablierte Normen der Gesellschaft. In der Bibel heißt es, “an ihren Taten sollt ihr sie erkennen“. Was den Taten folgt, sind Ergebnisse, Folgeerscheinungen, Auswirkungen. Also erweitern wir dieses Zitat und sagen dementsprechend: an ihren Ergebnissen sollt ihr sie erkennen. An den Ergebnissen, an den entstandenen Gesellschaftsumständen und -veränderungen, werden wir sehen und erfahren, was richtig und falsch war und ist. Dann werden wir auch sehen, welche Fehlerkorrekturen erforderlich sind, und ob man diese nicht längst voraussehen konnte.

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