Selbstverwirklichung durch bewusste Atmung

Unser Göttliches Herz

Die Interpreten aller Religionen, die Ausleger und Wächter der Schriften, lehren uns heute immer noch, im Widerspruch zu ihren eigenen Überlieferungen, GOTT wäre außerhalb von uns, irgendwo „dort oben“, „in Himmel“ oder sonst wo zu finden. Aber der kleine Menschenverstand sagt uns schon, dass GOTT uns und seine gesamte Schöpfung nicht außerhalb seiner unendlichen, ewigen Existenz erschaffen und plaziert haben kann. Also nur innerhalb seiner Selbst, was bedeutet, dass ER in uns ist und wir in IHM!

Diesen Wahrheitskern finden wir in allen religiösen Richtungen, vom Christentum bis zum Buddhismus und Islam; nämlich dass wir GOTT in unserem Herzen finden, nicht „irgendwo da draußen“. Dr. Hanish (1844 – 1936, Mazdaznan-Gründer) informierte die Welt bereits 1920 darüber, dass in der hinteren 5. Herzkammer das sitzt, was wir den „Göttlichen Funken“ im Herzen nennen, den Platz, in welchem Gott sich durch uns individuellen Ausdruck verleiht. Deshalb hat auch jeder Mensch seine ureigenen, spezifischen Aufgaben, Begabungen und Entwicklungen.

Inzwischen hat auch die Wissenschaft mit Hilfe zweimillionenfacher Vergrößerung Entdeckungen bezüglich des luftlosen Bläschens in der fünften Herzkammer gemacht und ist bei ihren teils geglückten Versuchen , ein künstliches Herz operativ einzusetzen, an einen Grenzpunkt gestoßen, der operativ nicht überschritten werden darf, im Überschreitungsfalle aber die Operation mißglücken läßt und den sofortigen Tod herbeiführt.

Quelle: „Mazdaznan-Lebensfragen“, Dr. O.Z.A. Hanish

Der Mensch bildet die höchstmögliche Entwicklungsstufe der Natur ab. Jede weitere Entwicklung findet nun, und dies in wachsendem Tempo, in der geistigen Entwicklung statt, was sich in immer neuen Entdeckungen und Erfindungen zeigt, aber auch in der Herausbildung neuer psychischer und sozialer Strukturen. Das Alte löst sich zunehmend auf und muss neuen Strömumgen weichen. Diese Entwicklungen, teils von großen Erschütterungen begleitet, werden niemals aufhören.

Ingangsetzen und beschleunigen können wir die Entwicklungsvorgänge dadurch, dass wir Kontakt schaffen zu unserem Gottesfunken im Herzen, zu unserer Herzintelligenz, von der man heute weiß, dass sie zu einer höheren Struktur über unsere persönliche Intelligenz und Psychostruktur organisiert ist. Und sich vermutlich in dem „Alles“ wiederfindet. – Gott in allem und alles in Gott. Das Himmelreich ist inwendig in euch. Dies ist die bis heute kaum erkannte und unterdrückte Wirklichkeit.

Wie aber nun verbinden wir uns mit unserer Herzintelligenz? Zum einen durch Freude und Verbundenheit zu anderen, und mit der Erkenntnis und Annahme unserer inneren Gottverbundenheit.  Vor allem jedoch auch durch bewusste Atmung. Atmen wir nur noch 1-4 Mal pro Minute, reaktivieren wir unsere Zirbeldrüse, die in Kommunikation zur Herzintelligenz steht. – Wir empfangen wieder umsetzbare Lösungen, Ideen, Einsichten und Erweiterungen unseres Bewusstseins und unserer Kenntnisse über die Dinge und Zusammenhänge des Lebens. Wir erhalten Antworten auf unsere Fragen und Wünsche von unserem Gott. Es kann keinen anderen Gott für uns geben, als den in unserem Herzen! Niemand kann dir Gott zeigen, du kannst Ihn nur selber schauen und als dein Höheres, Göttliches Selbst begreifen lernen. Dann erst bist du frei, weil dir alle Möglichkeiten offen stehen, alles werden, sich erfüllen kann. Es ist dann letztlich die Frage, ob man sich freiwillig in Abhängigkeiten begibt, oder volle Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung übernimmt.

Da der eine Gott sich in jedem Menschen individualisiert, erblicken wir in jedem Menschen, in jedem Herzen des anderen, Gott und uns selber! Beleidigen wir andere Menschen, beleidigen wir Gott und uns selbst. Lieben wir andere, lieben wir Gott, das Leben, und uns selbst. – So, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder heraus.

Atmen ist Leben!

Viele Menschen sind heutzutage völlig unteratmet. Das heißt, sie atmen zu flach und zu kurz, und haben nur eine sehr geringe Vitalkapazität. Atmung und Bewusstsein sind stark miteinander gekoppelt; wer flach atmet, hat ein flaches Bewusstsein. Ruhelos und unbewusst treiben viele durch den Tag, von einem Schritt zum nächsten, wie Treibholz in der Brandung, dass nichts weiß über sein Wohin. Zu einer sicheren Boje im Wasser werden wir durch Achtsamkeit, die wir durch bewusste, vertiefte Atmung sicher zurückgewinnen.

Setzen wir uns einmal auf einen Stuhl, oder in einen geübten Yogasitz, die Wirbelsäule frei schwebend, so dass wir ohne Anstrengung für ein paar Minuten aufrecht sitzen können, die Hände ruhend auf den Oberschenkeln und atmen zunächst einmal 4 Sekunden ein und 4 Sekunden (oder Herzschläge) wieder aus. Diese erste einfache Übung praktizieren wir einige Minuten, solange es angenehm bleibt. Dabei betrachten wir einmal neutral und absichtslos unsere nächste Umgebung, lassen den Blick ein wenig schweifen. Wir werden nun bemerken, dass wir uns und unserer Umgebung gegenüber aufmerksamer werden, wir spüren uns wieder, werden klarer und wacher, und haben endlich einmal wieder das Gefühl, Zeit zu haben! Wir kommen zur Ruhe, und alles um uns herum mit uns. – Was ist jetzt wichtig, das getan werden müsste in diesem Moment? – Nichts! Wir können neue, bewusste und unabhängige Entscheidungen treffen.

Allein dieser einfache 4-Sekunden-Rhythmus führt bereits zu einer Aktivierung und Neutralisierung unserer Sinne und der Psyche; wie nach einem Reset. Wir entspannen, werden klarer und wieder aufnahmefähig. Diesen Prozess erhöhen wir, indem wir nun nach dem Einatmen 4 Sekunden lang den Atem pausieren lassen, ohne dabei die Stimmritze (Hals) zu verschließen, so dass wie weiteratmen könnten. Diese eine kurze Übung für vielleicht 5-10 Minuten täglich führt schon zu deutlichen, ausgleichenden Veränderungen und Einsichten. Den 4-4-Rhythmus möglichst in den ganzen Tag zu nehmen, lässt unsere Achtsamkeit und Wachheit weiter steigen.

Mit der Zeit kommt automatisch das Bedürfnis, das Atem-Intervall zu verkürzen, dass heißt, die 4 Sekunden schrittweise um jeweils eine Sekunde zu erhöhen. Dies fällt uns immer leichter, weil wir das Blut mit immer mehr Sauerstoff anreichern. Selbst einen Rhythmus von 10-10-10 oder gar 20-20-20 werden wir in kurzer Zeit ohne jede Anstrengung bewältigen! Durch diese Übung erhalten wir immer mehr Zugang zu unseren Eingebungen und können autonomer entscheiden. Verknüpfen wir diese Atemübung noch yogisch oder tantrisch, werden wir eines Tages ein „Energiegefühl“ im Kopf verspüren, nachts bei geschlossenen Augen „Lichtphänomene“ beobachten und deutlich die Verbindung zu unserem Hohen Selbst erfahren; die Zirbeldrüse ist erwacht.

Weitere ergänzende Beschreibungen und Erklärungen folgen demnächst.

Schreibe einen Kommentar