Essay - Unsere unchristlichen Führer

 

"Der Papst hat die Macht Zeiten zu ändern, Gesetze abzuschaffen und auf entsprechende Erlasse zu verzichten, sogar auf das Gebot Christi."
Dekretal, De Translatione Episcoporum, S. 32 (päpstliches Dekret)

In der Beschäftigung mit Grundwerten und Grundsätzen deutscher Politik sowie dem Christentum in unserer Gesellschaft stieß ich immer wieder auf die Namensgebung einzelner Parteien, was Veranlassung dafür war, wiederholt darüber zu reflektieren, welche Gemeinsamkeiten / Übereinstimmungen es mit den Inhalten der christlichen Religion gibt; gerade auch in Anbetracht unseres sich in den letzten Jahren radikal wandelnden sozialen Gefüges.

Wo in der Gesellschaft werden christliche Werte gelebt, angestoßen eben durch die zumindest namentlich christlich orientierten Parteien? Wo in den unsere Gesellschaft maßgeblich bestimmenden/strukturierenden wirtschaftlichen, politischen, kulturellen Ämtern, Institutionen, Behörden, erfolgt eine klar propagierte Ausrichtung nach christlichen Werten? Wo werden diese konsequent als Maßstab angelegt, kommuniziert und vorgelebt; beispielhaft vorgelebt, um sie durch gewollte / bewusste Nachahmung ideeller Werte durchsetzen zu können?

Für mich persönlich ist es beim Versuch diese Fragen zu beantworten zunächst völlig unerheblich, was diese Parteien sich 'auf die Fahnen geschrieben' haben, was in ihren Statuten steht, wie die Wahlprogramme formuliert sind, welche Gesetze sie durchbringen / abschaffen / ändern wollen. Einziges Kriterium ist das, was im alltäglichen Leben stattfindet, denn das spiegelt zum Großteil die Ergebnisse 'unserer' Politik wider. - Und da gibt es manches zu hinterfragen ...

Davon abgesehen, dass im Westen derzeit (noch) der traditionelle christliche Glaube dominiert und die katholischen / evangelischen Kirchen noch verwaltet werden, gibt es eben diese Parteien, die den christlichen Begriff offenbar zu ihrem Programm gemacht haben, denn die Namensgebung geschah wohlüberlegt. Diese Parteien bestimmten über lange Zeiträume die Politik Deutschlands. Und so müssen sie es sich auch gefallen lassen, sich an ihren eigenen Vorgaben messen zu lassen.

Die CDU (Christlich Demokratische Union) sowie die CSU (Christlich Soziale Union) bilden in der letzten Wahlperiode (2009 bis 2013) die größte Fraktion, wobei sie sich aus CDU-Mitgliedern aus ganz Deutschland, außer Bayern, bzw. aus ausschließlich in Bayern aktiven CSU-Mitgliedern zusammensetzt. Nach der Bundeswahl 2013 ist die CDU/CSU wiederum bestimmend in der deutschen Politik.

Nebenbei bemerkt bin ich persönlich davon überzeugt, dass wir genau die gleichen heutigen Zustände hätten, wären wir seit Bestehen Deutschlands ab '45 ohne Ausnahme von anderen Parteien regiert worden. Dies jedoch ist ein anderes Thema.

Was prägt das Christentum, was ist die Basis, die Grundlage, die Grundaussage dieses Glaubenssystems?
Nächstenliebe und das Halten der Gebote! Mitgefühl, Barmherzigkeit, Güte, Teilen, Gerechtigkeit, Demut, Miteinander...

Was hat dies jedoch mit unseren 'christlichen Parteien' bzw. deren Wirken zu tun? Allein an diesen Werten sowie dessen Entsprechungen, ohne überhaupt erst die 10 Gebote anführen zu müssen, erkennen wir überdeutlich die Absurdität, sich mit christlichem Anspruch verkaufen zu wollen!

Es wäre müßig, all die Dinge aufzuzählen, die dem vorgegebenen Anspruch ganz klar widersprechen, wie z.B. die Plünderung der Sozialkassen, die Etablierung eines Arznei-Marktes durch das Zusammenwirken von Krankenkassen und Pharmaindustrie, die gegenwärtige Organisation auf EU-Ebene für direkte Kontenzugriffe durch die Banken, um sich selber vor den Folgen / Konsequenzen der eigenen Machenschaften zu 'retten', jahrzehntelange Wahlbetrügereien, Hochverrat an Staat und Volk, Steuern, Diäten, Unterstützung von Kriegen, Zinsknechtschaft, Drogenhandel, Pornographie, Hurerei, Kindesmissbrauch, das Gutheißen von Pädophilie und Inzest, eine naturwidrige Ehe- und Erziehungsberechtigung für nichtheterosexuelle Paare, zunehmende Frühsexualisierung unserer Kinder, eine offenbar gewünschte Islamisierung der Gesellschaft (ohne diese Religion diskreditieren zu wollen!), rücksichtsloser, teils irreversibler Raubbau an unserer Natur, Verbreitung und Verherrlichung von Gewalt in allen Medien, eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und Geldern für militärische Rüstung, zum Schutz vor wem…?!, eine offenbar gewünschte Vergiftung und Privatisierung von Wasser, Luft, Erde und Pflanzen, etc., etc. - Insgesamt eine Pervertierung der Menschheit mit immer deutlicher, offenkundiger werdenden satanischen Zügen und Bezügen.

Gab es jemals ehrliche, offene Einwände dagegen, wurde jemals an die christlichen Werte appelliert, mit Vehemenz, beispielhafter Courage, Selbstaufopferung? Stattdessen sehen wir Unmündigkeit, Gleichgültigkeit, Anmaßung und Größenwahn - die Umwertung aller Werte.

Es gibt hinreichende Prophezeiungen, deren Eintreffen seit langem gesichert sind, für diesen kulturellen, menschlichen Niedergang, und es gibt außerdem ganz klar formulierte Absichten gewisser Kräfte, diesen Niedergang gezielt herbeizuführen, um letztlich herrschen zu können über Dummheit, Dekadenz, Unmoral, Gewissen- und Verantwortungslosigkeit. Die Ergebnisse haben wir heute klarer denn je vor Augen.

Hat das Christentum noch weise und gütige Führer? Ja, außerhalb der Römischen Kirche und außerhalb der Politik. Die Papst-Kirche konnte und kann ihrem Anspruch als christliches Oberhaupt nicht ansatzweise gerecht werden. Schon Luther, wie viele andere auch, die zum Teil dafür hingerichtet wurden, machte deutlich, wie weit sich die Kirche von der Bibel entfernt hatte vom Wort Gottes. Und so bleibt diese, die Bibel, alleinige Autorität. Das Wort Gottes, welches Er uns über die Propheten verkünden ließ, ist unfehlbar, aber nicht der Papst. Der Papst als selbsternannter 'Stellvertreter des Menschensohnes Gottes' ist Blasphemie und Häresie in reinster Form!

Die Kirche hat den Götzenkult gefördert und gleichzeitig das 2. Gebot abgeschafft, welches genau das verbietet:

"Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten."

Die römische Kirche machte daraus: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen." - Das 3. Gebot wurde also an zweiter Stelle gesetzt, und damit die 10 Gebote wieder vollständig wurden, weil jetzt waren es ja nur noch neun, wurde das letzte Gebot - "du sollst nicht begehren…" - in zwei Teile, 9. und 10. Gebot, aufgeteilt. "Die Zehn Gebote sind von Gott mit eigener Hand geschrieben und darum unveränderlich." (2. Mose 31, 18)

Diese Eigenmächtigkeiten setzten und setzen sich fort in der Erweiterung kirchlicher Dogmen und der Entweihung christlicher Lehren, für die sich die Kirche selber auf die 'Säulen der Tradition' beruft, welche jedoch oft im deutlichen Widerspruch oder ohne jegliche Entsprechung zum Bibelwort steht. Das ist Willkür gegen das Bibelwort, das Wort Gottes.

  • 364 n. Chr. - Abschaffung und Änderung des 4. Gebotes zum Sabbat auf dem Konzil zu Laodizea (Verlegung des Sabbattages von Samstag auf Sonntag - Papst Sylvester erklärt den biblischen Sabbattag als 'jüdisches Überbleibsel' – danach Verbot er die Bibel (besitzen und lesen)
  • 380 - Einführung der Todesstrafe für Nichtkatholiken
  • 4. Jhd. - die Festlegung des Geburtstages Jesu auf den 25. Dezember durch Papst Julius I.
  • 1078 - Einführung des unzüchtigen Zölibats (wird in keiner Bibelstelle gefordert!) 1215 - die Verwandlung der Hostie und des Weines in Fleisch und Blut Christi während der Messe (Transsubstantiation)
  • 1272 - die Lehre über das Fegefeuer
  • 1546 - das Tridentinisches Konzil legt fest, dass die "Tradition" gegenüber der Bibel Vorrang hat
  • 1854 - die unbefleckte Empfängnis Marias
  • 1870 - die Unfehlbarkeit des Papstes
  • 1950 - die leibliche Himmelfahrt Marias

Hinzu kommt die absurde und Christus‘ Lehre widersprechende Erbsündenlehre, nach der jeder Mensch bereits sündig und schuldig geboren wird. – ein 'fantastisches' Mittel, um Menschen zu beherrschen. Vor Gott sind oder werden wir schuldig, sind wir Sünder, aber nicht vor einer Kirche, und schon gar nicht vor einer, die unendliches Leid und Blutvergießen in diese Welt brachte. Gott wird richten, wenn die Zeit gekommen ist. Und sie kommt, für jeden.

"Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. " […] "Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!"

Zudem verlangt die Kirche eine ständig zu wiederholende Gnadenerbittung an ihre Priester. Doch im Eph. 2.8/9 lesen wir: "Denn durch die Gnade [des Herrn!] seid ihr errettet, mittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, auf das sich niemand rühme." - Glaubt die Kirche nicht an ihr eigenes "Grundlagenwerk"?

All diese Änderungen geschahen aus wohlüberlegten, taktischen Gründen zur territorialen und personalen Erweiterung und Beherrschung (Unterwerfung) der "Herde". Wo dies nicht möglich war, wurden die Menschen (zumeist Protestanten) ausgerottet.

Die Kirche folgt ihrer 'Tradition', aber eben nicht dem Bibelwort. Die Kirche selber anerkennt also Jesus als auch die Heilige Schrift nicht als maßgebend, und stellt sich somit über Gott, Jesus und die Heilige Schrift.

Jeder Mensch, der Christus als den Sohn Gottes ablehnt, weist eine Tatsache zurück, die mehr als jede andere Tatsache in der Welt bewiesen ist.

Prof. Peter W. Stoner, Mathematiker Stoner berechnete mit Hilfe seines Teams, dass die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls bei der Erfüllung von nur 8 maßgeblichen Prophezeiungen von insgesamt 300 Prophezeiungen bezüglich einer einzigen Person, und zwar hier Jesus aus der Bibel, im Vergleich gesetzt werden kann mit dem zufälligen Finden einer einzigen markierten Münze aus einer Menge Münzen, die einen halben Meter hoch über eine Fläche so groß wie Texas verstreut wurde - durch einen Blinden!

Jesus ist eine Tatsache so sicher, wie die Dunkelheit des Abends kommt, doch auch das Verleugnen seiner Herkunft und seiner Lehre wurde ganz klar prophezeit. Ebenso die Konsequenzen.

Dennoch lebt das Christentum in vielen Menschen, selbst in Atheisten, in Suchenden in ihren kleinen Kämmerlein, oder inmitten des Lebens, in den Gemeinden fern jeglicher Dogmen, wahrhaftiger und treuer als jede Institution es je sein könnte. Und der Tag des Jüngsten Gerichts wird kommen, so gewiss, wie jede andere Prophezeiung sich bereits erfüllt hat.

Die Herrschaften haben also ein schweres Los gezogen gegen ihren Hochmut und sollten deshalb von uns tief bemitleidet werden, oder gesegnet.

"Sie unterdrücken die Wahrheit Gottes, die ihnen doch enthüllt ist durch beides, ihr Gewissen und die Natur, damit sie, wie es im Römerbrief heißt, ihr ungerechtes Leben weiterführen können."

Wahrheit ist nicht relativ, sondern wird anerkannt oder abgelehnt. Es ist ein wunderbares Geheimnis der Geschichte und der Wahrheit, der Wahrheit Gottes, das jegliches Bekämpfen der Wahrheit, so unmenschlich, satanisch es auch geschah, stets eine noch größere Verbreitung der Wahrheit zur Folge hatte! Dies ist Teil des Erlösungswerkes und sollte daher allen Zagenden Mut machen für das Kommende. Wir leben inmitten der Endzeit, prüft die Heilige Schrift!, und treffen alle die Entscheidung für "Babylon" (Satan) oder für unseren Gott.

"Verfolgung diente dazu, die Zahl der Zeugen für die Wahrheit zu vermehren."
Ellen G. White

Satan verführt die Menschen mit Versprechungen von Lust und irdischen Reichtümern, Kaufen und Verkaufen. Wir sind Sklaven des Moloch, oder Hirten des Herrn, und es ist eine Tragödie, dass das Wissen um den geistigen Ursprung des Lebens aus Gott, sowie das bewusste Einssein mit Ihm verdrängt wurde durch "Geschäftsleben und Luxus", "Beruf und Erfolg", "Unterhaltung und Amüsement", "Genuss und Laster", "Wirtschaft und Börse", "Freizeitspaß und Zerstreuung".

Ist uns all dies Wert, unser Leben, unser Herz, unser Gewissen dafür hinzugeben? Und am Ende...?, "...werden wir nur mitnehmen können, was wir verschenkt haben". Hat es sich gelohnt zu leben, weil wir uns entwickelt haben, die eigene Verantwortung dafür erkannten und übernahmen? Wohin hat all das geführt...?! NIEMAND macht das wieder gut, außer Gott, wie uns in der Bibel prophezeit.

Und solange werden sie, unsere unchristlichen Führer, "unterdrücken die Wahrheit Gottes, die ihnen doch enthüllt ist durch beides, ihr Gewissen und die Natur, damit sie, wie es im Römerbrief heißt, ihr ungerechtes Leben weiterführen können."