Zitate über das Fasten

 

Zuerst wird nur der Mangel gefühlt; dann verschwindet das Verlangen nach Nahrung... Der Körper wird gleichsam aufgelockert. Der Geist wird freier. Alles löst sich, wird leichter, Last und Hemmung der Wirklichkeit kommen in Bewegung; der Raum des Möglichen wird weiter... Der Geist wird fühliger. Das Gewissen wird hellsichtiger, feiner und mächtiger. Das Gefühl für geistige Entscheidungen wächst...
Romano Guardini, katholischer Priester, Religionsphilosoph, 1885-1968

Gelegentliches Fasten ist die beste Heilnahrung.
Dr. med. Eberhard "Ebo" Rau , deutscher Mediziner, *1945

Wer den Brotkorb höher hängt, streckt sein Leben.
Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck, deutscher Mediziner, *1929

Wenn man spät den Löffel abgeben will, muß man sich immer früh von Messer und Gabel trennen können.
Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck, deutscher Mediziner, *1929

Jeder kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen, wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann.
Hermann Hesse, deutscher Schriftsteller, 1877-1962

Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebensowenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.
Mahatma Gandhi, indischer Rechtsanwalt, 1869-1948

Fasten führt zu einer tiefen Verbundenheit mit sich selbst, mit den anderen Menschen und mit der Natur, deren Luft wir atmen, deren Wasser wir trinken, die uns ernährt, von der wir also leben. Aus dieser tiefen Verbundenheit mit allen und allem wächst die Bereitschaft, sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.
Niklaus Brantschen, Schweizer Jesuit, Zen-Meister, *1937

Fasten heißt lernen, genügsam zu sein; sich weigern, in Materie zu ersticken; sich von allem Überflüssigen lächelnd verabschieden.
Phil Bosmann, belgischer, katholischer Ordensgeistlicher, Verfasser geistlicher Schriften, 1922-2012

Fasten heißt, sich frei machen von den tausend Fesseln, der tausend toten Dinge, die man dir angepriesen und aufgedrängt hat, als seien sie unerlässlich für das Leben.
Phil Bosmann, belgischer, katholischer Ordensgeistlicher, Verfasser geistlicher Schriften, 1922-2012

Siehe da, was das Fasten wirkt. Es heilt die Krankheiten, trocknet die überschüssigen Säfte im Körper aus, vertreibt die bösen Geister, verscheucht verkehrte Gedanken, gibt dem Geist größere Klarheit, macht das Herz rein, heiligt den Leib und führt schließlich den Menschen vor den Thron Gottes... Eine große Kraft ist das Fasten und verschafft große Erfolge.
Athanasius, Bischof von Alexandrien, 296-373

Fasten stiftet Frieden Das Fasten würde alle lehren, die Liebe zum Geld, zu überflüssigen Dingen und im allgemeinen die Neigung zu Feindseligkeiten aufzugeben.
Basilius der Große, Bischof und Kirchenlehrer, 330-379

Fasten ist notwendig, denn die Seele wird durch zu viel Blut und Fett erstickt und ist dann nicht fähig, göttliche und himmlische Dinge einzusehen und zu beurteilen.
Galenos, Arzt am römischen Kaiserhof, 129-199

Fasten ist der stärkste Appell an die natürlichen Selbstheilungskräfte des Menschen, sowohl leiblich wie seelisch gesehen.
Dr. Heinz Fahrner, leitender Arzt der Klinik Buchinger am Bodensee, *1920

Das Fasten ist eine Ausscheidungskur, eine Reinigungskur der gesamten Körpergewebe und Säfte. Es baut die überalterten Zellen ab und regt dadurch die Neubildung von jugendlichen Zellen an. Das erklärt, warum jedes Fasten eine so ungeheuere regenerierende Wirkung auf den Körper hat.
Dr. Otto Buchinger, deutscher Fastenarzt, 1878 – 1966

Im Fasten verwendet nun der Organismus die sonst für die Verdauung tätigen Energien sofort zur Abheilung der jeweils erkrankten Bezirke unter "sachverständiger" Leitung des "Inneren Arztes", den der alte Paracelsus den "Archaeus", den Urarzt, nannte.
Dr. Otto Buchinger, deutscher Fastenarzt, 1878 – 1966

Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt.
Martin Heidegger, deutscher Philosoph, 1889 - 1976

„Der gefräßige Mensch ist nicht imstande, die Faulheit zu überwinden, und der gefräßige und müßige wird niemals die Kraft besitzen, die Fleischeslust zu bekämpfen. Darum beginnt, im Sinne aller Lehren, das Streben nach Enthaltsamkeit mit dem Kampfe gegen die Gefräßigkeit, beginnt mit Fasten.“
Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller, 1828-1910

„Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider.“
Bibel, Joel 2,12

„Er war äußerst abstinent und enthaltsam in seiner Diät und ein rigoroser Verfechter des Fastens. Er frönte keiner Pracht in seiner Kleidung, was die Zurschaustellung eines kleinlichen Gemüts bedeutet hätte. Noch war die Einfachheit seiner Kleidung affektiert, sondern Ergebnis von Geringschätzung einer Vornehmheit solch trivialen Ursprungs.“
Washington Irving, amerikanischer Schriftsteller, 1783-1859

„Das Fasten ist die Speise der Seele. Wie die körperliche Speise stärkt, so macht das Fasten die Seele kräftiger und verschafft ihr bewegliche Flügel, hebt sie empor und läßt sie über himmlische Dinge nachdenken.“
Johannes Chrysostomos, Erzbischof von Konstantinopel, 347-407

Gebet, Barmherzigkeit und Fasten, diese drei bilden nur eines. Sie geben einander das Leben. Denn die Seele des Gebetes ist das Fasten. Das Leben des Fastens ist die Barmherzigkeit. Niemand reiße sie auseinander. Wenn man nur eines von diesen dreien hat, so hat man nichts. Wer also betet, der faste! Wer fastet, der übe Barmherzigkeit!
Petrus Chrysologus, Bischof von Ravenna, 406 - 450

Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!
Jesaja (Jes 58,6)

Wenn man nur einen Bissen Abendbrot ißt, lebt man 99 Jahre länger.
Miguel de Cervantes-Saavedra, spanischer Schriftsteller, 1547 - 1616

Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, seine Seele und seinen Geist.
Hellmut Lützner, deutscher Arzt und Autor, *1929