Wie macht man Frisch-Öle haltbar?

 

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Den international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen Frau Dr. J. Budwigs zufolge sind fast alle im Super- und BIO-Markt angebotenen Öle im Prinzip wertlos für unsere Ernährung und sogar gesundheitsschädigend, da sie "zum Zwecke der „Haltbarmachung“ erhitzt, chemisch konserviert mit „Antioxydantien“ oder [...] durch falsches Lagern bereits ranzig, verdorben" sind.

"Die frei verfügbare Energie, so wichtig für die Energiebilanz beim Menschen, ist durch Sauerstoffaufnahme oder in der Vergesellschaftung mit Wasser abgebaut, verbraucht." *1)

Hinzu kommen das bleichen, erhitzen, härten, konservieren, bestrahlen und extrahieren mittels chemischer Stoffe, die anschließend wieder entfernt werden müssen. Dies alles sind absolut unzulässige industrielle Methoden der Öl-Gewinnung und -Verarbeitung zur Haltbarmachung von Speiseölen. Siehe hierzu auch den Beitrag "Die essentielle Bedeutung der Nahrungsfette". Wir benötigen dringend wieder mehr Öl-Mühlen in den Städten und auf dem Land, um in den Genuss frischer und gesunder Voll-Öle kommen zu können.

Wenn wir eine Öl-Mühle kennen (diese gibt es in Deutschland tatsächlich noch bzw. wieder), aus der wir unsere Öl-Rationen beziehen, haben wir zwar ein vollwertiges, jedoch nur kurzzeitig haltbares Öl (ca. 4 Wochen). Dieses Problem lässt sich umgehen, was Dr. J. Budwig uns bereits im Jahre 1979 in ihrem für den Verbraucher geschriebenen Büchlein "Fettfibel" mitteilte; die Haltbarmachung von Voll-Ölen.

Der neue Weg

Schon 1952 wies ich aus diesem Grunde einen neuen Weg, die hochungesättigten lebensnotwendigen elektronenreichen Öle auch in streichbarer Form zur Verfügung zu haben für den Menschen heute und bei uns. Als Öl sind diese Vollöle nur sehr begrenzt haltbar. Die Form, wie ich streichbare Fette wasserfrei herstellen ließ, gewährleistet die Erhaltung des großen Komplexes der biologisch wertvollen Begleitstoffe, der Lipoproteide, der fettlöslichen Vitamine A, Vitamin E und D und der Lezithine, der Phosphorverbindungen mit den hochungesättigten Fettsäuren.

Auch die essentiellen, hochungesättigten Fettsäuren mit ihrer freibeweglichen Energie in den cis-Elektronensystemen werden auf diesem Wege nur geschützt nicht zerstört. Die neuen Fette sind wasserfrei. Die hochungesättigten Öle sind haltbar, wie es für handelsübliche Ware vorgeschrieben und notwendig ist. Sie haben ihre Funktionen erhalten - einmal in den menschlichen Organismus gelangt - , die Sauerstoffaufnahme, die Zellatmung anzuregen und den Energiegewinn aus der Fettnahrung zu begünstigen.

Der Weg, wie dies erfolgte, soll hier nun mitgeteilt werden für den Verbraucher. Auch Hotels können ihn benutzen. Die firmenmäßige Benutzung wäre - wie dies allgemein üblich ist - von der Zahlung für die Benutzung meiner Patentrechte abhängig.

Die Idee, die diesem neuen Wege zugrunde liegt, ist wie folgt: Die elektronenreichen hochungesättigten Fettsäuren sind in der freien Energie elektrisch negativ überschüssig geladen. Die schwefelhaltigen Eiweißverbindungen, z. B. in Zwiebeln, im Pfeffer, Paprika, auch im Hafer, Buchweizen und in Nüssen, sind in der Lage, die negative Ladung der hochungesättigten Fettsäuren zu beschützen, wenn die positiv geladenen Eiweißträger mit dem gesättigten in der freien Ladung neutralen Kokosfett erhitzt werden. Dann gibt man diese so aktivierten positiven Ladungsträger, etwa Zwiebeln im Kokosfett erhitzt, durch ein Haarsieb in vorgekühltes Leinöl, Mohnöl, Sojaöl usw. und läßt dies zum streichfähigen Fett erkalten.

 

Beispiele:

Eine Platte Kokosfett (250 g) wird erhitzt mit ca. 100 g Zwiebeln oder 50 g Walnüssen oder 50 g grobkörnigen Haferflocken oder 50 g ganzem Buchweizen. Man erhitzt bis zur beginnenden Bräunung dieser Ingredienzien. Auf keinen Fall überhitzen bis zur Verbrennung der Eiweißträger Zwiebel, Haferflocken, Nüsse usw. (geröstete Erdnüsse sind unzweckmäßig). Sofort gießt man durch ein Haarsieb das so vorbereitete Kokosfett z. B. in vorgekühltes Leinöl (125 ccm). Man rührt um und stellt sofort im Kühlschrank oder im Kühlfach kalt. Diese Fette sind nun von hervorragendem Wert. Sie sollen bei der Verwendung als Brotaufstrich oder zur Verwendung zur Mittagsmahlzeit nicht erhitzt werden. Diese Erhitzung würde die hochungesättigten Bindungen im Leinöl schädigen. Vor 25 Jahren wurde das Diäsan derart hergestellt, nach meinen Anweisungen.

Ich hoffe, daß diese meine Anweisungen heute beachtet werden. Die Margarine-Fettindustrie hat sich prinzipiell der Benutzung dieses neuen Weges verschlossen. Vermutlich war sie zur Neuinvestition für den Maschinenpark nicht bereit. Ich biete daher dem Verbraucher an, sich diese wertvollen Fette selber herzustellen.

Quelle:
*1) "Die Fettfibel", Seite 31

Man muss allerdings auch zugestehen, dass Jahrzehnte nach J. Budwig die Technik auch in der Öl-Produktion sich weiter entwickelt hat. Im Folgenden die Antwort zu einer Anfrage an einen Hersteller bezüglich der Haltbarmachung von Ölen:

Bei den Ölen von Dr. Johanna Budwig handelt es sich um reine Naturprodukte. Das bedeutet, dass es keinerlei chemische oder andere Prozesse zur Verlängerung der Haltbarkeit gibt. Das schonende Pressverfahren sowie die Pressung und Abfüllung unter Ausschluss von Licht, Wärme und Sauerstoff ermöglichen eine Haltbarkeit von etwa 5 Monaten nach Abfüllung. Für unsere Flasche haben wir sehr bewusst die Größe von 250ml gewählt. Da ein Esslöffel etwa 10ml/10g entspricht, sollte die Flasche bei der täglichen Einnahme von einem Esslöffel innerhalb von 3-4 Wochen verbraucht sein. Wesentlich länger sollte die Flasche nicht geöffnet stehen, da der Oxidationsprozess mit Öffnen der Flasche beginnt.