Kleinkindernährung

 

Man staunt ja immer wieder, mit welcher Emotionalität in diesem kindbezogenen Ernährungs-Thema alles durcheinander jongliert wird. Es dreht sich darum, ob man Kleinkinder vegan ernähren soll/kann/darf oder nicht. Natürlich nicht! Logischerweise ist die Muttermilch mit Abstand das beste verfügbare und optimalste Nahrungsmittel, das den Kleinen gegeben werden kann! - Muttermilch ist nicht vegan! Damit ist die Frage eigentlich beantwortet, ob Kinder mit veganer Nahrung optimal oder fahrlässig ernährt werden; sie brauchen keine zusätzlichen Tierprodukte oder andere künstliche Nahrungsmittel - 'am besten' noch aus dem Glas oder aus der Dose - sondern, wie von der Natur vorgesehen, die ganzen ersten 3 Jahre ihres Lebens Muttermilch.

In diesen ersten 3 Jahren produziert das Baby / Kleinkind in seinem Magen noch Laktase und Rennin, um die Milch verdauen zu können. Nach den ersten 3 Jahren werden diese Enzyme nicht mehr produziert. Deshalb ist auch in späteren Jahren Kuhmilch für den menschlichen Körper nicht mehr verwertbar, und eigentlich schädlich.

Wenn ein Kleinkind durch Stillen nicht ausreichend ernährt werden kann, sind Mutter u./o. Kind krank, oder aber die Mutter war bereits lange vor der Geburt, wahrscheinlich schon vor der Empfängnis, unterernährt, wegen Krankheit oder schlichter Falschernährung. Auch die Quantität der Milch wird davon bestimmt.

Wenn jedoch im Krankheitsfall des Kleinkindes nicht gestillt und statt dessen "vegan" ernährt wurde, muss vor dem Vorwurf der Fahrlässigkeit im Einzelnen zunächst einmal geprüft werden, was denn genau die vegane Zusammenstellung beinhaltete. Vegan bedeutet nicht automatisch frisches Obst und Gemüse, d.h. natürliche, artgerechte Nahrung (diese selbstverständlich "mundgerecht", Gemüse evtl. leicht gegart), sondern eventuell viel zu viel Mehlspeisen oder andere "raffinierte" Nahrungsmittel und "Dosenfutter", oder gar Süßigkeiten.

Es sollte mehr Aufklärung stattfinden anstatt Verurteilung. Eine gesunde, sachgerechte und (wirtschaftlich) unabhängige Aufklärung kann jedoch nicht bedeuten der Mutter weismachen zu wollen, sie müsse dem Kleinkind zwingend Fleisch, Tierprodukte und chemische Nahrungsergänzungsmittel vorsetzen; das wäre Geschäftemacherei oder zumindest inkompetent.

Der aktuelle Wissensstand ist, dass Fleisch und Tierprodukte krank machen, noch mehr durch die industrielle Verarbeitung. Dies betrifft auch pflanzliche Nahrung, die von der Industrie denaturiert wurde. Es entstehen Moleküle, die nicht verwertbar und giftig sind. Von daher ist es völlig absurd von "Körperverletzung" zu reden - wie im Internet bereits zu lesen und zu bestaunen war - wenn ein vegan ernährtes Kind erkrankt. Unterscheidungsvermögen ist wichtiger als Vorverurteilung, und für alle Verantwortungsbewusstsein.

Hier noch ein kurzer Auszug aus

Wir fressen uns zu Tode: Das revolutionäre Konzept einer russischen Ärztin für ein langes Leben bei optimaler Gesundheit *1):

Schauen wir uns dazu eine allseits bekannte Tatsache etwas genauer an. Wie jeder weiß, verdoppelt ein Neugeborenes, das sich ausschließlich von der Muttermilch ernährt, in 180 Tagen sein Gewicht. Beim Versuch, dieses Phänomen zu erklären, ereifern sich die »Kaloretiker« mit Erklärungen über den hohen Kaloriengehalt der Muttermilch. Wie sieht die Wirklichkeit aus? In 100 Gramm Muttermilch sind lediglich zwei Gramm Eiweiß und eine winzige Menge an Fetten und Kohlenhydraten enthalten. Wenn man die Nahrungsration eines Säuglings auf sein Körpergewicht bezieht, dann stellt sich heraus, dass er nach dem Kaloriengehalt auf einer Stufe mit einem hungernden Bettler steht. Aber das Neugeborene gedeiht und wächst nicht täglich, sondern stündlich. Wie ist das zu erklären?

Zu guter Letzt ganz allgemein und nicht für's Kind; Falschernährung ist weitaus schlimmer als "zu wenig" essen.


(Ergänzungen folgen)

*1) Amazon Partnerlink]