Gesund leben - natürlich und einfach

 

Mit meinen ersten Obst-Wochen im Sommer 2016 und den einhergehenden völlig neuen Erfahrungen, begann ich diese hier öffentlich zu machen. Meine ersten Erkenntnisse fasste ich auf der Seite Grundlagen der Naturkost zusammen. Inzwischen ist einiges an Informationen zusammengekommen. Diese sollen hier, als Anregung bzw. kleiner Leitfaden verstanden, zusammengefasst werden.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass seine Nahrung  kocht, backt, brät. Er ist deshalb auch das einzige Lebewesen mit "Zivilisationskrankheiten".

Ist der Gedanke, ausschließlich von rohem Obst und von Gemüsefrüchten zu leben, extrem?

Ich denke nicht. Extrem ist es, bis wohin wir unsere Esskultur entwickelt haben und dies auch noch als Kulturleistung zu bezeichnen. Extrem ist es, dass der größte Anteil von dem, was wir heute noch als Nahrung bezeichnen, von der Industrie denaturierte, künstliche Nahrungsgüter sind. Daraus resultiert der extreme Gesundheits- und Geisteszustand der Bevölkerung. Und hieraus resultiert der extreme, lebenszerstörende Umgang mit unseren naturgegebenen Ressourcen aller Art. Denn solange wir die Industrie mit unserem Geld durch unsere gedankenlosen Kauf- u. Essgewohnheiten füttern, wird diese weiter produzieren und uns verkaufen, was Mensch und Natur weiter zerstören wird. "Nach uns die Sündflut" bedeutet, wir haben sie noch vor uns. Warum sollte sie warten bis "nach uns"? Was ist das überhaupt für ein unglaublicher rücksichtsloser Egoismus?

Es liegt, wie bei so vielem, am Verbraucher. Dieser entscheidet letztlich, was produziert wird und was verzehrt wird. Was er nicht verbrauchen möchte, wird auch nicht mehr produziert werden, weil es in den Regalen liegen bleibt. Somit tragen alle Verantwortung mit, bewusst oder unbewusst. Bei jedem Gang in den Supermarkt haben wir es selber in der Hand, was aus den Regalen verschwinden wird, und was überwiegend angeboten werden wird. Alle, auch die Hersteller und Lieferanten, müssen und sollen Geld verdienen. Dies kann man jedoch auch mit anderen Gütern und Dienstleistungen.

 

Was bedeutet gesund leben, gesund werden?

 

Natürlich und einfach leben! Gesund leben heißt, natürliche und einfache Lebensweise.
Natürlich essen, bewegen, atmen, schlafen, arbeiten, kommunizieren, spielen ...

Was natürlich ist, ist einfach.
Was natürlich ist, ist mit der Natur.
Deshalb gilt es alles zu unterlassen, was gegen die Natur und gegen die Natur des Menschen ist.

Das bedeutet in letzter Konsequenz, keinerlei künstliche Produkte mehr zu verwenden, die Umwelt und Mensch schaden können (Kosmetika, Reiniger für Haushalt u.a.).
Alles, was wir verzehren, was wir für unsere Körperpflege und die Reinhaltung von Kleidung, Wohnung u.a. benutzen, gelangt in den Körper- und Wasserkreislauf. So manches verbleibt im Körper und verklebt, verschleimt, verfettet, verkrustet, vergiftet, verstopft und verkrebst ihn. Und die Menschen werden dicker und kranker.

Auch aus unserem Trinkwasser kann längst nicht mehr alles herausgefiltert werden, was dort hinein gelangt - Medikamente, Plastik, Hormone, Krankheitserreger, Chemikalien, Gifte, Schwermetalle.

Zum Essen benötigen wir nichts weiter außer frisches Obst und Gemüsefrüchte, etwas Salate, Samen, Nüsse, ein paar Kräuter - alles naturbelassen; ungespritzt, unbegast, unbestrahlt, ungepresst und unkonzentriert → BIO. Künstliche Nahrungsmittel, fast alle produktionsbedingt erhitzt, oder in unserer Küche mit Hitze zubereitete Speisen sind in ihrer Molekülstruktur dermaßen verändert, dass wir sie nicht mehr verwerten können.
(Siehe: Maillard-Moleküle, ein bis heute fast unbeachtetes aber wichtiges Thema betreffend Ernährung und Gesundheit.) *1)

Hinzu kommen diverse chemische Zusätze wie Farbstoffe, Konservierungsmittel, Aromen, Geschmacksverstärker etc. All dies vergiftet uns. Was wir verzehren, sollte möglichst aus unserer Region kommen, "vom Bauern nebenan". Es ist absurd, dass eigentlich heimische Obstsorten wie Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Heidelbeeren u.a. aus fernen Ländern zu uns kommen. Dies ist ökologisch nicht vertretbar und absolut unnötig. Es ist gesünder und in jeder Hinsicht nachhaltiger, weniger zu essen und sich dafür die etwas teuren regionalen BIO-Sorten in den Einkaufskorb zu legen.

 

Kleine Stichliste für ein gesundes Leben von Mensch und Natur

Ernährung

  • regionales BIO-Obst und -Gemüsefrüchte, etwas Salat, etwas Nüsse, evtl. etwas Öl zum Gemüse
  • alles roh verzehren, am besten jede Sorte einzeln zu einer Mahlzeit
  • lange kauen und schmecken, wenn es nicht schmeckt → Sorte wechseln
  • Verzicht auf jegliche Kochzutaten
  • als Getränk ausschließlich stilles Wasser, am besten frisches Quellwasser oder Wasser aus dem Osmosefilter
  • Streuobstwiesen der Städte und zur Verfügung gestellte Anbauflächen nutzen (Stichwort: "essbare Städte")
  • nach 3 bis 4 Tagen, probiere man einmal einen Schluck Wein oder Kaffee!

 

Körperpflege

  • Verzicht auf alle Kosmetika und sonstige "Körperpflegeprodukte" - kein Shampoo, kein Duschgel, kein Deo, keinen Nagellack, keine Wimperntusche, keinen Lippenstift, keine Zahnpasta ...
  • für die Körperpflege genügen, wenn keine üblen Ausdünstungen und Ausscheidungen mehr vorhanden sind, Wasser, Bürste, Haarbürste, Frotteelappen, Grüne Erde und Handtuch bzw. Badetuch
  • tägliche 30-60-minütige körperliche Bewegungen im Freien (Laufen, Walking, Radeln, Schwimmen, Skaten, Klettern u.a. Sportarten), alles ohne Leistungsziele, solange man Freude an der Bewegung hat und es Spaß macht
  • die Zähne kann man mit Zahnseide und Grüner Erde reinigen

 

Kleidung

  • Kleidung am besten aus Seide und Wolle
  • keine Synthetik
  • keine Billigware, die mit giftigen, unzulässigen Chemikalien gefärbt wurde
  • möglichst barfuß laufen, soweit möglich Sandalen
  • auch Wäsche lässt sich mit Grüner Erde waschen

 

Gesundheitsfürsorge

  • natürlich brauchen wir unsere Ärzte!
    • Unfälle bei Arbeit und Sport, Komplikationen bei Entbindungen etc.
  • in Eigenregie sollte man keine Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen
    • denn Naturkost entgiftet den Körper und führt zu einer dauerhaften und umfassenden Gesundung
  •  

Haushalt

  • Verzicht auf Chemikalien in Küche und Bad, maximal Essig fürs Bad
  • Verzicht auf Küchengeräte (bei Rohkost ohnehin nutzlos, spart Energie und Ressourcen), außer vielleicht eine Raspel

 

Wohnen

  • einfach und ruhig Wohnen
  • Möbel aus Holz ohne Lösungsmittel geleimt
  • vor allem ein Bett aus Holz, ohne Metallteile

 

Gebrauch von Technik

  • Elektrosmog können wir uns heute nicht mehr entziehen
  • jedoch können wir bewusst die Geräte und Strahlungsquellen beseitigen bzw. abschalten, die nicht benötigt werden
    • WLAN (Wifi), GPS (Standort), Bluetooth, NFC, Mobile Daten und das Funknetz
    • Handy, Funkwecker, Fernseher, WLAN-Router, Radio, Armbanduhr (Funk oder Quarz), Lautsprecher

 

Leben und Arbeiten

  • weniger in jeder Hinsicht führt zu einem ursprünglichen, wahrhaftigen und zufriedenen Leben
  • Verzicht auf Fernsehen, Zeitungen, Internet und Handys, soweit möglich, eventuell Regionalradio
    • all dies manipuliert nur, lenkt ab, führt uns vom wahren Leben weg, vom Wesentlichen
      • das Wesentliche ist das, was in uns und unserem direkten Umfeld geschieht und zu geschehen hat
  • lange Wege zur Arbeit und in den Urlaub möglichst vermeiden
  • Verzicht auf eigenen PKW soweit möglich, besser zu Fuß, per Fahrrad oder Bahn/Bus
  • vertraue dich dem Fluss des Lebens an, verplane nicht dein Leben mit Zielen und Wünschen, die später keine Bedeutung mehr für dich haben
  • das Leben sorgt für alles, wenn du im Fluss und in innerem Frieden lebst

 

Denken und Entscheiden

  • alles in der Natur funktioniert nach dem Prinzip: tut mir gut oder tut mir nicht gut
    • deshalb muss man auch nicht aus jedem Konflikt oder aus dem, was man für ein Konflikt hält, ein Therapiegespräch machen
  • Harmonie zwischen Zweien ist gegeben, von Anfang an
    • dann lassen sich, wenn es nötig sein sollte, Dinge klären
  • welchen Sinn macht es, wo Harmonie nicht gegeben ist, diese herbeizureden, zu organisieren und regulieren zu wollen?
    • dies kostet unnötige Lebenskraft
    • was nicht zu einem passt, darf gehen, frei und unbewertet, ohne dass es analysiert und verurteilt wurde

 

Wie wichtig sind Ziele und Wünsche?

Es geht im Leben nicht zwangsläufig darum, Ziele zu haben und zu verwirklichen! Denn Zufriedenheit ist eine Grundeinstellung, unabhängig davon, was und wie viel man besitzt. Wie viele Unzufriedene gibt es, die alles bekommen was sie sich vorstellen, wünschen, erwarten, verlangen, nehmen! Tue das, was zu tun ist - mit Hingabe und Aufmerksamkeit. Alles andere entwickelt sich so, wie es soll, und immer zu deinem Besten. Es ist ein Unterschied, ob ich einer Vision folge und an dieser arbeite, ja arbeiten muss, oder ob ich Wünsche befriedigen will, und diesen als vermeintliche Ziele nachlaufe. Der inspirierte Wille wird mit dem Geist des Lebens zusammen arbeiten. Wünsche tun dies oft nicht, und werden uns nach ihrer Erfüllung nie restlos zufriedenstellen. Wir können uns unser ganzes Leben lang damit beschäftigen, die herrlichsten Gegenden in aller Welt zu besuchen und zu bestaunen. In unserer nächsten Umgebung jedoch werden wir viele, viele idyllische Orte und schöne Flecken entdecken, die uns Erholung und Freude bescheren.

*1) Die Maillard-Reaktion (benannt nach dem französischen Naturwissenschaftler Louis Camille Maillard) ist eine nichtenzymatische Bräunungsreaktion. (Quelle: Wikipedia)

Alles was erhitzt wird - gebraten, gebacken, geröstet, gegrillt, gekocht, geschmort, frittiert -, lässt hunderte neue Molekülverbindungen entstehen, die es in der Natur nicht gibt. Diese kann der Mensch nicht verwerten, weshalb sie sich ablagern und zu Krankheiten führen. Dies ist durch L. C. Maillard seit 1913 bekannt, wurde jedoch bis heute in der Ernährungswissenschaft kaum thematisiert.

Die nichtenzymatische Bräunungsreaktion finden wir in Braten, Brot, Toast, Keksen, Bier, Malz, Milch, Kaffee, Pommes frites, Fleisch ... - seit wir das Feuer für die Zubereitung von Speisen benutzen. Sie wird z.T. gezielt eingesetzt, um durch hitzebedingte chemische Vorgänge eine Aromatisierung und Farbgebung (appetitliche Bräunung) zu bewirken.

Im Aroma des Röstkaffees hat man über 600 Verbindungen nachweisen können, in gebratenem Fleisch und im Kakao mehr als 500, im Bier über 250.
(Quelle: chemieunterricht.de/dc2/milch/maillard.htm)

Eine enzymatische Bräunung wäre zum Beispiel die Bräunung an der Schnittfläche eines Apfels. Diese ist jedoch natürlich und entwickelt keine künstlichen Moleküle. Was für das Erhitzen zur Produktion oder Zubereitung von Nahrung gilt, trifft übrigens auch für Speisen zu, die mit der Mikrowelle erhitzt wurden. Das dieser Vorgang ebenfalls toxische molekulare Veränderungen hervorruft, ist jedoch seit Jahrzehnten bekannt. Die Konsequenzen konsequenter Naturkost in ihrer ganzen Bandbreite finden sich hier in einer noch unfertigen Zusammenstellung.