Ernährungsirrtümer

Ein Paradigmenwechsel, fällig seit mindestens 50 Jahren

 

Wenn die Fakten den Postulaten der herrschenden Theorie widersprechen, ist das schlecht für die Fakten.

In ihrem Buch “Wir fressen uns zu Tode” (original “Выбор пути” (“Vybor Puti” – “Die Wahl des Weges”) verweist die Autorin Galina S. Schatalova immer wieder auf russische Forschungen aus den 60/70-er Jahren. Sie selber stellte berechtigte Fragen, die von der Wissenschaft bis heute unbeantwortet blieben. Die Ergebnisse sollen hier zum Vergleich in einer losen Auflistung zusammengestellt werden.

 

Zitate

 

Mensch und Natur

Der Mensch ist das größte Rätsel der Natur, geschaffen als ein sich selbst steuerndes und sich selbst erneuerndes System in seiner Einheit mit der Umwelt. Iwan Pawlow (Iwan Petrowitsch Pawlow, 1849-1936, russischer Physiologe, Nobelpreis für Physiologie und Medizin 1904) hat festgestellt, dass die Adaptionsfähigkeit des menschlichen Zentralnervensystems es ihm nicht nur erlaubt, sich konstant zu regenerieren, sondern auch zu vervollkommnen, wenn die Bedingungen gegeben sind.

Dabei muss man sich darüber im Klaren sein, dass das Leben nach den Gesetzen der Güte nicht einer von vielen möglichen Wegen zur Entwicklung und Vervollkommnung der menschlichen Gesellschaft ist, sondern der einzige, der uns Hoffnung gibt, ' gemeinsam zu überleben. In diesem Zusammenhang bin ich vollständig einig mit den Gelehrten, welche von einer Vorprogrammierung des Entwicklungsprozesses sowohl der belebten als auch der unbelebten Natur sprechen. Das zeigte ziemlich überzeugend der Petersburger theoretische Physiker Ilja L. Gerlowin (Ilja L. Gerlowin, russischer Physiker; die Autorin bezieht sich hier auf den Titel »Grundlagen einer einheitlichen Theorie aller Wechselbeziehungen in der Substanz«. Leningrad, Energoatomizdat 1990.) in dem von ihm veröffentlichen Paradigma über lebensfähige und sich entwickelnde Systeme. Es enthält acht Bedingungen, deren Beachtung verbindlich ist, damit ein System seine Lebensfähigkeit bewahren und sich entwickeln kann.

Den Hauptgedanken des Paradigmas kann man folgendermaßen zusammenfassen: Jedes System ist lebensfähig, wenn es aus untereinander verbundenen und Information austauschenden Teilsystemen besteht. Wenn in einem Subsystem Ordnung und Harmonie herrscht, beschickt es die Informationskanäle mit Informationen, die eine stabile, harmonische Entwicklung der anderen Subsysteme unterstützen. Und umgekehrt rufen Chaos, Gewalt, Disharmonie in einem Subsystem eine negative Reaktion in den anderen hervor und destabilisieren die Situation auch dort. Das kann in letzter Konsequenz das Ende des Systems bedeuten. Die katastrophalsten Folgen ruft jedoch das Abreißen der Verbindungskanäle zwischen den Teilsystemen hervor. Das führt unweigerlich zum Tod des Systems insgesamt. Am Vorabend dieses Zustandes befinden wir uns heute, zumal die Verbindung zwischen den Teilsystemen - der menschlichen Gesellschaft und der Natur - zerbrechlich ist und bis auf das Äußerste beansprucht wurde.

 

Artgerechte Ernährung

Hier ist zu berücksichtigen, dass der Organismus des Menschen von der Natur auf bestimmte Arten der Nahrung programmiert ist, vor allem auf Nahrung pflanzlicher Herkunft. Das ergibt sich aus den anatomisch-physiologischen Besonderheiten seines Organismus. Die Störung einer konsequenten artgerechten Ernährung ist die Ursache zahlreicher Übel. Jedoch entfernt sich der Mensch im Zuge seiner Entwicklung immer weiter von einer artgerechten Ernährung, indem er seine Nahrung durch Lebensmittel tierischer Herkunft und synthetische Stoffe ergänzt. Dies hat einerseits seine Möglichkeiten im Kampf um das Überleben erweitert. Andererseits wurde es zur Ursache zahlreicher Abweichungen von den Normen der physischen Gesundheit, denn der Konsum von Fleisch und Fisch ist nur möglich, wenn der Organismus sich entsprechend umstellt und anpasst.

Dieses Beispiel (Yak) zeugt davon, dass für jeden Organismus nur jene Nahrung erforderlich und nützlich ist, welche ihm von der Natur vorgeschrieben ist. Können Sie sich vorstellen, was passieren würde, wenn wir den Yak mit Fleisch oder Speck füttern?

 

"Heizkesseltheorie"

Die Mediziner empfehlen einen täglichen durchschnittlichen Konsum von 80 bis 100 Gramm Eiweiß, 80 bis 100 Gramm Fett und 400 bis 500 Gramm Kohlenhydraten. Wenn jemand sich entschlösse, vollständig auf pflanzliche Nahrung umzusteigen, und sich weiter von diesen Kalorienvorgaben leiten ließe, müsste er täglich etwa 10 bis 20 Kilogramm Gemüse, Obst und Kräuter essen. Wenn man davon ausgeht, dass unser Magen etwa 300 bis 400 Gramm Nahrung fasst, müsste ein Vegetarier den ganzen Tag pausenlos kauen, um diese Kalorienmenge zu sich zu nehmen.

 

Autolyse (Selbstverdauung)

Die Enzyme des »Konsumenten« müssen mit den Gewebestrukturen des »Opfers« kompatibel sein. Sie müssen zueinander passen wie ein Schlüssel zum Schloss, nur dann wird die Nahrung mit einem minimalen Energieaufwand verdaut. Ansonsten kann sich herausstellen, dass die Energiemenge, die für die Verdauung aufgewendet wird, größer ist als jene, die aus dem konsumierten Produkt gewonnen wird.

Dementsprechend befinden sich nur 50 Prozent der Enzyme, die zur Verdauung beitragen, im Magensaft des »Konsumenten«. Der Rest findet sich im Gewebe des »Opfers«, welches eine Pflanze oder ein Tier sein kann. Der Magensaft setzt sozusagen nur den Mechanismus der Selbstverdauung in Gang. Dabei beginnen überall im Gewebe des »Opfers«, in allen Zellen Aufspaltungsprozesse. Im Ergebnis wird der Prozess der Verdauung und Assimilation der nahrhaften Substanzen wesentlich optimiert und beschleunigt.

 

Fruchtesser Mensch

Ja, anatomisch und physiologisch unterscheidet sich der Mensch sowohl von den Gras fressenden als auch von den Fleisch fressenden Tieren. Aber das bedeutet nicht, dass er sich zwischen ihnen befindet. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es eine dritte Gruppe im Tierreich: die Fruchtfresser. Und zu diesen gehört der Mensch. Seine artgerechte Nahrung sind Obst, Beeren, Getreide, Nüsse, Samen, Knollen, d.h. die Pflanzenteile, in denen die Konzentration von Nährstoffen unvergleichlich höher ist als in ihrem grünen Teil. So erklärt sich der Unterschied im Aufbau und in den physiologischen Funktionen des Magen-Darm-Trakts beim Menschen und bei den Grasfressern, denn Letztere fressen hauptsächlich grüne Pflanzenteile.

 

Luft-Stickstoff

In einem nach den Kriterien der modernen Medizin normalen Organismus mit einer überfüllten Bauchhöhle ist die Beweglichkeit des Bauchs derart reduziert, dass der Mensch gezwungen ist, in erster Linie mittels Erweiterung und Zusammenpressens des Brustkorbs zu atmen. Dies erfordert wesentlich mehr Anstrengungen und folglich auch einen höheren Energieverbrauch. Durch die überflüssige Körpermasse braucht der Körper mehr Sauerstoff, aber der Umfang des Brustkorbs bleibt der gleiche - somit erhöht sich die Atemfrequenz. Der Energieverbrauch wächst weiter. Die hier aufgezählten Veränderungen in der Funktion des Atmungsapparats behindern ihn bei der Erfüllung seiner zweiten Funktion - der Aneignung und Bindung des Stickstoffs aus der Atmosphäre mithilfe der Mikroflora in den Lungenwegen. Die kurze beschleunigte Atmung bedeutet, dass die im oberen Bereich der Atemwege angesiedelten Mikroben schlechter mit Stickstoff versorgt werden. Außerdem wird durch den Verzehr von Fleisch das Milieu des Organismus übersäuert, was sich ebenfalls negativ auf die stickstoffbindenden Bakterien in den Atemwegen auswirkt. Wenn aber der Organismus über diesen Kanal weniger Stickstoffverbindungen erhält, wächst der Bedarf an Nahrung.

 

Eiweißarme Kost

Bei heißem Wetter sondert die überschüssige eiweißreiche Nahrung beim Oxidieren eine große Menge Wärme ab, welche aus dem Organismus ausgeschieden werden muss. Früher wurde schon erwähnt, dass für die Verarbeitung von einem Gramm Eiweiß 42 Gramm Wasser erforderlich sind. Wenn ein Mensch in 24 Stunden 100 Gramm Eiweiß zu sich nimmt, benötigt er dafür vier Liter Wasser. Und das bedeutet eine zusätzliche Belastung für Nieren und Herz. Dabei kann es zu einer Vergiftung des Organismus mit Harnsäure und anderen giftigen Produkten des Eiweißzerfalls kommen.

 

Fette Nahrung

Man sollte fette Nahrung vermeiden, weil sich Fett negativ auf den Verdauungsprozess auswirkt, indem es die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts mit einer Fettschicht überzieht. Man muss auch an den Zustand der Nieren denken: Bei einem Fettgehalt von zehn Prozent kommt es zu einer Degeneration des Nierengewebes. Fette stören außerdem den Prozess der Zellteilung und das hormonelle Gleichgewicht im Körper und senken die Effektivität des Immunsystems. Ein Fettüberschuss kann auch andere Folgen haben, nicht zuletzt eine Krebserkrankung. Die Fette, die er braucht, bezieht der Organismus in erster Linie aus ganzen Getreidekörnern, Nüssen und einer geringen Menge an unraffiniertem Pflanzenöl.

 

Der Dickdarm

In den Verdauungsprozessen, welche in den vor dem Dickdarm liegenden Abschnitten vor sich gehen, sind die Hauptakteure die ureigenen Enzyme des Menschen. Im Dickdarm beginnt das Reich der Bakterien. Diese Bakterien verarbeiten jene Nahrungsfragmente, welche mit unseren eigenen Mitteln nicht verdaut werden können. Zu diesen Fragmenten gehören in erster Linie die in den pflanzlichen Nahrungsmitteln enthaltenen Nährstoff-Fasern. Gerade sie sind die Hauptnahrung für unsere kleinen Freunde und Helfer, für die unser Dickdarm zur Heimstatt geworden ist. Indem sie diese Fasern aufspalten, erzeugen sie nebenbei die essenziellen Aminosäuren und Vitamine, welche der Mensch dringend braucht, welche aber von seinem Organismus nicht hergestellt werden. Deshalb ist das Hauptziel einer Hygiene des Dickdarms die Schaffung eines Milieus, welches optimale Bedingungen für die ihn bewohnende bakterielle Flora bietet.

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Hinweise und Empfehlungen

  • Es ist ein Irrtum, dass der Energieverbrauch des Menschen allein durch die Nahrungsaufnahme gedeckt wird. Die entsprechenden Empfehlungen von Medizinern und Ernährungsberatern überschreiten den tatsächlichen Bedarf an der Nahrungsmenge beträchtlich, sogar bei sehr hohen körperlichen Belastungen - Bereits am Anfang des Jahrhunderts richteten die Gelehrten ihre Aufmerksamkeit auf die chemische und biologische Ähnlichkeit des Bluthämoglobins und des Chlorophylls der Pflanzen. - Dieses kann mithilfe der Energie der Sonnenstrahlen den in der Atmosphäre enthaltenen Stickstoff und andere chemische Elemente binden.
  • Wir bewegen uns falsch, was impliziert, dass wir uns nicht richtig entspannen können. Die Folgen sind Krankheiten.
  • Dickdarmbakterien erzeugen bei konsequenter pflanzlicher Ernährung essentielle Aminosäuren und Vitamine
  • Der Mensch ohne Krallen und ohne Reißzähne, mit rundem Magen, langem Darm und basischem Mund-Milieu ist ein Vegetarier
  • Für tierische Produkte fehlen ihm Reißzähne, das Enzym Urikase zum Abbau der Harnsäure, ausreichend Salzsäure im Magen... *1)
  • mit Jaspis, Bergkristall oder anderen Edelsteinen strukturiertes Wasser unterstützt die Zellen bei der Lösung von Stoffen und der Absorption
  • Der Wissenschaftler Wolski (»Die Bindung von Stickstoff durch Pflanzen und Tiere«) wies vor den 70-er Jahren nach, dass Pflanzen und Tiere das verbrauchte Eiweiß auch mittels der Aneignung von gasförmigem Stickstoff ersetzen! Andererseits wird durch eine zu hohe Nahrungseiweißzufuhr die ausgeatmete Luft mit Stickstoff angereichert
  • schonend garen, nicht kochen, weil sonst die pflanzlichen Stoffe / Fasern nicht vollständig aufgespalten und verdaut werden - Kochen zerstört Wasser- und Eiweißstrukturen sowie Enzyme
  • Im artiellen Blut ist wesentlich mehr Stickstoff enthalten als im venösen Blut. D.h. der Stickstoff wurde aus der Atmosphäre absorbiert. Nach Berechnungen von Wolski kann man annehmen, dass der menschliche Organismus beim Atmen pro Tag 18 Gramm Stickstoff aufnehmen kann. Und eine solche Menge ist ausreichend für die Produktion von 112 Gramm Eiweiß im Körper.
  • -> Dieser Stickstoff wird über die Mikroflora (Mikroben in der Lunge) aufgenommen
  • Vitamine, Spurenelemente nur in biologisch aktiven Verbindungen zu sich nehmen
  • Kochgeschirr möglichst aus Keramik oder Glas
  • Nahrung nach Jahreszeiten ausrichten (Saisongemüse u. -früchte). dies macht physiologische Sinn: im Frühling Kräuter, Im Sommer und Herbst Obst und Gemüse, im Winter Körner und Getreide
  • Kohlenhydrate werden im Mund durch Ptyalin verdaut, letzteres jedoch nur in die Speicheldrüsen abgegeben, wenn kein Zucker mitgegessen wird - also ungesüßt verzehren
  • Fette Nahrung vermeiden, nichts Aufgewärmtes essen, gründlich und lange kauen
  • Antibiotika vermeiden, sie zerstören die Darmflora
  • Stärke wird im Mund "zerlegt", Eiweiße im Magen, Fette im Zwölffingerdarm
  • Wenig trinken, vor dem Essen trinken

 

Das Hauptkriterium bei der Auswahl der Nahrung ist die Erhaltung des Selbstverdauungsmechanismus in den Produkten. Je näher die Lebensmittel dem Zeitpunkt ihrer Ernte sind - sowohl zeitlich als auch räumlich - desto höher ist ihr Nährwert.

Quellen:

Wir fressen uns zu Tode - Galina S. Schatalova 1*)

Einfach leben! - Dr. Dieter Freitag