Die essentielle Bedeutung der Nahrungsfette

 

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Es ist heutzutage kaum bekannt, welch wichtige Rolle Nahrungsfette (Öle) in unserer Ernährung seit jeher spielen. Jedoch finden wir kaum noch gesunde Vollöle aus Samen, Nüssen etc. Alle Öle werden industriell vermanscht, erhitzt, haltbar gemacht und dadurch in ihrer Beschaffenheit zu gesundheitsgefährdenden raffinierten Fetten. Wir finden raffinierte Fette beispielsweise in allen Backwaren (auch Kekse, Salzstangen z.B.), in Süßigkeiten wie Schokolade, in Wurst, Fleisch, Mayonnaise, Pasteten, Brotaufstrich, Tuben-, Tüten- u. Dosen-Inhalte, Fertiggerichte, Antipasti, Kartoffel- u. Eiersalate, Kaffee-Pads u. -zubereitungen, natürlich in Pommes frites, und sogar in Form von Ölen in den Rosinen von BIO-Studentenfutter.

Fett ist nicht nur „Träger von Geschmacks- und Aromastoffen“ sondern spielt in der Versorgung mit lebenswichtigen (essentiellen) Nahrungsstoffen eine entscheidende Rolle. Unsere Körperzellen benötigen hochwertige Fette (Öle) für den Stoffwechsel, für die Zellatmung und die Versorgung mit in Ölen gespeicherter biochemischer Energie. Leider gibt es in der kompletten Öl-Versorgung des Nahrungsmittelmarktes nur H-Öle, d.h. haltbar gemachte Öle, wie z.B. unsere H-Milch. Dies führt jedoch, wie bei der Milch, zu gravierenden Veränderungen in der Fett-Struktur, nämlich zu hochschädlichen sogenannten Transfetten bzw. zur Anreicherung mit gehärteten Fetten. Darauf wies bereits in den 50-er Jahren die Wissenschaftlerin Dr. J. Budwig hin, die Obergutachterin für Arzneimittel und Fette am Bundesinstitut für Fettforschung war. J. Budwig wies nach, welch enormes gesundheitliches Risikopotential in den raffinierten Fetten steckt. Solches hörte die Margarine-Industrie gar nicht gerne, was J. Budwig deutlich zu spüren bekam.

"Auf einige Nahrungsmittel gehört der Aufdruck wie auf Zigarettenschachteln: Dieses Öl fügt Ihnen und Ihrer Familie erheblichen gesundheitlichen Schaden zu."  *1)

"In diesen (H-)Ölen sind die ungesättigten Fettsäuren in ihrem ursprünglich hochaktiven Bindungsbestreben vollkommen erlahmt und reduziert. Das bedeutet für den Fettstoffwechsel Schwerstarbeit für Leber, Galle und Bauchspeichedrüse."  *2a)

Bis heute wird beinahe unerkannt herumgetrickst, um den Verbraucher, das Volk, im Unklaren zu lassen über die Bedeutung von gesunden, Voll-Ölen sowie über die Deklarationen auf Lebensmitteletiketten. "Kaltgepresste Öle gibt es nicht, denn: Ohne Wärme fließt kein Öl. Öle können bis 160 °C als kaltgepresst deklariert werden. Theoretisch sogar bis 190 °C, weil „kalt gepresst“ kein gesetzlich geregelter Begriff ist. Gesetzlich fixierte Regeln gibt es nur für die Heißpressung. Sie beginnt ab 190 °C. Bei allen gängigen, so genannten Kaltpressverfahren mit Ölmühlen einer Kapazität über 5 kg/h werden die empfindlichen Fettsäuren durch die Reibungshitze selbst oder durch Vorbehandlung der Ölsaaten oder Filtertechniken deformiert, geschädigt oder in ungesunde Transfettsäuren umgewandelt. [...] Ungesättigte Fettsäuren sind nicht nur gesund. Nur die ungesättigten Fettsäuren in ihrer ursprünglichen Cis-Form sind gesund und z.T. essentiell."  *2b)

"Cholesterin kommt nicht in pflanzlichen Speiseölen bzw. Lebensmitteln  vor. Cholesterin, und zwar das 'schlechte' LDL-Cholesterin befindet sich in tierischen Produkten."  *2c)

"Das Mindesthaltbarkeitsdatum bei pflanzlichen Speiseölen ist nicht ernährungsphysiologisch als Verbraucherschutzrecht, sondern ausschließlich als ein Handelsschutzrecht definiert. Der Grund für den relativ laschen Umgang mit Ölen und deren Haltbarkeit von Seiten des Lebensmittelrechts liegt darin, dass Öle nach längerer Zeit lediglich ungenießbar werden und nicht giftig wie Fisch-, Fleisch- oder Eiweißprodukte. Denn gute Öle sind von Natur aus antibakteriell und antifungizid."  *2d)

"In der Nahrungsindustrie ist Leinöl (deshalb) nicht sehr beliebt, weil es empfindlich und daher "technologisch" ungünstig sei."  *3)

Bis 1933 gab es überall in Deutschland Öl-Mühlen, über die sich die Haushalte Vorräte bis zu 2 Wochen besorgten; frische, "kalt geschlagene", naturbelassene Öle mit höchstem Nährwert, der bis zu 4 Wochen nach dem Pressen gegeben war. "Durch die Inbetriebnahme der ersten großtechnischen Raffinationsanlage (1933) und das Volksfetternährungsgesetz (1937) kam die Ölmüllerei abrupt zum Stillstand. Die Raffinationsanlage benötigte mehr Ölsaaten, als die Landwirtschaft liefern konnte."  *4a) Dies war ein Großangriff auf die autarke Selbstversorgung der Dörfer und Städte, die nun vollständig abhängig von der Industrie wurden; das Geschäft mit einem der wichtigsten Lebensmittel in zentraler Hand, mit dem beinahe vollständigen Verlust der Kontrolle über Qualität und Deklarierung!

"Vor der Zeit der industriellen Ölproduktion war Speiseöl ein Frische-Produkt wie Milch." "... Öl ist Wasser - plus Sonnenenergie, plus Kohlendioxid (Photosynthese). Wir benötigen zum Leben die (Sonnen-)Energie aus dem Öl und verstoffwechseln Öl wieder zu Wasser. Der Mensch kann daher in der Wüste mit Öl fast genauso lange überleben wie mit Wasser.!"  *4b)

"Ohne die energetisch hoch wirksamen naturbelassenen pflanzlichen Speiseöle aber entgleist der Fettstoffwechsel. Stabilisierte Öle und tierische Fette belasten den Fettstoffwechsel und werden nur unvollkommen verbrannt. Ein Teil wird im Unterhaut-Fettgewebe gespeichert, sammelt Giftstoffe, macht krank und dick. Keinfähig gepresste, naturbelassene Pflanzenöle verhindern diese Ablagerungen sowohl in den Blutgefäßen, als auch im Unterbauch-Fettgewebe. sie bauen überschüssige Fette sogar ab und machen schlank. Gutes Öl macht schlank!" *5a)

Raps-Öl

 

Rapsöl war früher ein penetrant schmeckendes Öl und galt als Öl der Armen und der Rohstoff wurde an das Vieh verfüttert.

1975 fiel der ursprüngliche Raps unter dem Vorwand des hohen Erucasäure-Gehaltes unter das Heilmittelgesetz und ebenfalls 1975 kam die erste Linienzüchtung die 00-Saat auf den Markt. Die Erucasäure war zu Gunsten eines Gluconisolats unter 5% heruntergezüchtet worden - und das Glucosinolat führte bis heute zu massenhaftem Wildsterben. Die Fressbremse wurde außer Kraft gesetzt und Hasen und Rehe krepierten elendiglich.

Bei der Ölherstellung fällt außerdem ein weiteres Produkt an; der Ölkuchen, der ausgepresste Raps. Dieser "wird als Viehfutter vermarktet obwohl die veterinärmedizinische Fakultät der Uni Hannover das Institut Wirkungen herausgab (15. November 2005) und die Landwirtschaftkammern vor dem verfüttern in der Landwirtschaft auch schon in den 90iger Jahren ausdrücklich warnte.

Die Rapsölindustrie ignoriert seit 1985 Forschungen, die ihr nicht ins Marketing passen und auch die Landwirtschaftskammern schlagen alle Warnungen in den Wind und empfehlen den Bauern Raps als Viehfutter. Die Uni Münster ist eine erklärte Vasallenhochburg der Rapsölindustrie. Sie hat eine Schlüsselrolle für die Positionierung des Rapsöls auf dem Ölmarkt. Der größte Konkurrrent ist das Olivenöl. Die Münsteraner Uni hat sich nicht gescheut das naturbelassene Kokosöl, das naturbelassene Leinöl, das naturbelassene Sonnenblumenöl und man höre und staune sogar das naturbelassene Olivenöl schlecht und krankmachend zu reden. (25. Januar 2008 Welt Online, 'Olivenöl- die schlechte Nachricht'; Jörg Zittlau)

Grundsätzlich ist zu fragen, warum der Raps als Nutzpflanze eine so hohe Bedeutung erhalten hat, dass er seit 1999 mit 1,99 Milliarden Marktinterventionsmitteln aus der EU direkt gefördert wird/worden ist (heute indirekt) und wieso der Verbrauch der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch den Besatz von Raps inzwischen an die 20% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche heranreicht. Für die Produktion von Speiserapsöl dürfte wohl gerade mal ein Fünftel bis ein Viertel der Fläche ausreichen. 20% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche nur Raps? Und — mit was für weiteren Folgen? Die Energiebilanz ist miserabel. Raps braucht mehr Energie in Form von Kunstdünger als aus dem Raps an Energie gewonnen werden kann. Schlimmer noch - Raps ist ein bombastischer Klimakiller: der Kunstdünger wandelt sich im Boden zu Lachgas um und dieses ist ein vielfach aggressiverer Ozonkiller als das Kohlendioxid.

Der aus dem Raps gewonnene Biodiesel ist hoch giftig und hat Emissionswerte, die eine dreißig-fach höhere Krebsdisposition (Lungenkrebs auslösend) haben, wie der aus Mineralöl gewonnene Dieselkraftstoff.
(Google: Ruhruniversität Bochum + Rapsöl).

Der überwiegende Anbau von Raps gilt daher dem Interesse an Mineralölersatzstoffen. Und die Produktion des Speiseöls aus dem geringerem Teil des Anbaues von Raps mit dem dazu entwickeltem Marketing, dem evidenten Einfluß über alle Industrieverbände und Institutionen auf Politik und Forschung, dient der positiven emotionalen Besetzung beim Verbraucher mit dem Ziel der flächendeckenden gentechnischen Einführung des Rapses. Dafür wird schwadroniert von blühenden Landschaften, von Bienen die (angeblich) vom Raps leben von blauem Blut und gelben Feldern, Rapsblütenkönigin, vom Bio-Tiger im Tank und Flower-Power vom Bauer... - Der schöne Schein trügt und der ihn verzapft, der glänzt zwar mit zeitgemäßer Öko-Technik und verpackt damit aber ein wirklich armseliges teutonisches Öl.

Gesunde Speiseöle haben eine natürliche Zusammensetzung und tun den Menschen gut — denn ursprüngliche Öle haben Schöpfungsenergien. 'Heilig' — ist die l. Person Präsenz 'ich heile’, und in allen Weltkulturen ist dieses Phänomen direkt auf (Speise-) Öl bezogen und spirituell besetzt — weil ursprüngliche Öle neben der nährenden auch immer die heilenden Wirkungen haben.

Der Raps macht krank — Landschaften, Tiere, Menschen... - schauen Sie genau hin — und mit der wissenschaftlich und publizistisch gebotenen Distanz. *5b)

 

Die Qualität der Nahrungsöle

 

  • für Qualitätseinstufungen wie „nativ extra“ oder „nativ“ ist lediglich der Gehalt an freien Fettsäuren ausschlaggebend
  • Kaltpressung bedeutet für Sojaöl und Maisöl Temperaturen von bis zu 75 °C (Wikipedia gibt an, dass der Begriff Kaltpressung "keine exakte Aussage über die bei der Pressung erreichten Temperaturen" zuläßt. oleofactum informiert darüber, dass Öle bis zu einer Verarbeitungstemperatur von 160°C als "kaltgpresst" deklariert werden dürfen. "Gesetzlich fixierte Regeln gibt es nur für die Heißpressung. Sie beginnt ab 190 °C." (s. oben unter *2b)
  • "für eine schonende Pressung sollten jedoch 45 °C nicht überschritten werden"
  • "Die Angabe erste Kaltpressung ist [...] nur erlaubt, falls das Olivenöl bei höchstens 27 °C durch mechanische Pressung in einem traditionellen Extraktionssystem gewonnen wurde". Ab Temperaturen darüber leidet bereits die Qualität zumindest geschmacklich.
  • die Deklarierung als "Kaltextraktion ist nur erlaubt wenn das Olivenöl bei höchstens 27 °C durch Perkolation oder Zentrifugation gewonnen wurde"
  • Frisch-Öle niemals in den Kühlschrank stellen! "Die Phospholipide haben ein ‚Wasserköpfchen‘ – den Phopho-Teil und ein Fettschwänzchen das Lipid. Fett und Wasser verhalten sich bei 7 °C Kälte (Kühlschrank) unterschiedlich, Öle/Fette ändern ihre Dichte, Wasser nicht. Das Phospholipid wird bei Kälte ausgefällt und ist ernährungsphysiologisch nicht mehr verfügbar. Das Öl ist 3 Monate haltbar – aber die Zerfallsstoffe im Öl steigen nach rund 4 Wochen exponentiell stark an, so dass sich die Bio-Speise-Frischöl-Qualität dann zunehmend erschöpft und die im Öl wichtigen ungesättigten Fettsäuren und Fettbegleitstoffe nicht mehr die ursprüngliche Bindungsaktivität entfalten können."  *6)
  • cis-Fettsäuren - "Eine mehrfach ungesättigte Fettsäure im ursprünglichen Sinn, also in der Ölzelle im Samen, heißt Cis-Fettsäure. Sie ist hoch bindungsbestrebt. Diese Fettsäure will sich aktiv sättigen, entweder mit Sauerstoff (Atmung) oder - über Wasserstoff - mit Eiweiß (Zellteilung). (vergleiche J. Budwig!) Aktive, ursprüngliche Öle sind frisch und nur kurze Zeit haltbar. Deshalb sind sie in den Regalen des Handels nicht zu finden."  *7)

*8) Hervorhebungen in Zitaten nicht im Original.

Woher bekommt man Frisch-Öle?

Nur im Direktvertrieb aus bedarfsgesteuertem Pressen  - aus Öl-Mühlen ohne Tank- und Lagerhaltung, die es wieder gibt, und die direkt nach dem Pressen versenden. Haltbarkeit ca. 4 Wochen!

Zusammenfassende Informationen zu Nahrungsfetten

  • Fette werden für die Haltbarkeit produziert, nicht für die gesunde Ernährung
  • gehärtete Fette und Transfette sind "Killerfette"
  • Margarine, Bratfette und Junkfood enthalten meistens gehärtete Fette
  • Transfette wurden 1911 erfunden, um aus Öl billige "Butter" herstellen zu können, sogenannte "Ersatzbutter"
  • in Kanada muss in Restaurants auf die Verwendung von Transfetten hingewiesen werden
  • Öle sind luft-, hitze- und lichtempfindlich, manche Hersteller beachten dies bei der Herstellung und Abfüllung
  • durch Haltbarmachung und Erhitzung zerstörte, giftige Öle werde zum Braten verwendet, was die Öle noch mehr zerstört
  • "Kaltextraktion" ist kein Prädikat für gutes Öl
  • Butter und Kokosöl eignen sich am besten zum Braten, weil diese am Hitzebeständigsten sind
  • wertvolle Öle mengt man nach dem Kochen ins Essen
  • Plastik löst sich in Öl besser auf als in Wasser
  • Öle lichtgeschütz lagern, aber nicht im Kühlschrank
  • essentielle Fettsäuren finden wir in Nüssen und Samen
  • Fischöle sollte man noch mehr meiden als Kochöle
  • lies bei J. Budwig nach: Transfette verursachen Herzinfarkt, Krebs, Geschwülste, Verkalkung  ...

Dieser Artikel wird fortgeführt.  


Quellen:

*1) oleofactum  - Infoblatt: "Warum Fettforschung und Gesundheit schlecht zusammenpassen"
*2) oleofactum  - Infoblatt: "Begriffe, die Verbraucher täuschen"
*3) oleofactum  - Infoblatt zum LeinÖl
*4a) oleofactum  - Infoblatt "Öl und Ölmüllerei - gestern und heute"
*4b) oleofactum  - Infoblatt "Naturbelassenes Bio Speise-Frischöl aus keimfähig gepressten Saaten, Kernen und Nüssen"
*5) oleofactum  - Infoblatt "verrapst und zugenäht - Vorschau 'Rapsöl' Heft 11/09
*6) oleofactum Newsletter 07/2016
*7) oleofactum  - Infoblatt "7 und mehr Gründe für Bio Speise-Frischöle"
*8) de.wikipedia.org/wiki/Kaltpressung