Anregungen für einen Fastenplan

 

Diejenigen, die sich in eine Fastenklinik begeben, sind dort bestens aufgehoben.
Jedoch der noch halbwegs gesunde "Selbstheiler", der sich entschlacken, entschleimen, abnehmen und sich von bestimmten "Zipperleins" heilen möchte, steht vor Herausforderungen, die bewältigt werden wollen. - Hunger und fehlende Akzeptanz. Um nicht am Hunger zu scheitern, werden hier folgende Empfehlungen gegeben, eine Vorlage für einen eigenen Fastenplan, der schrittweise zu deutlich weniger Nahrungsaufnahme und genauso deutlich wachsendem Wohlgefühl führt. Die fehlende Akzeptanz ist eine Sünde der Gesellschaft, der wir nur mit Entschlossenheit oder (neuen) Gleichgesinnten gegenüber treten können.

Es ist heutzutage Normalität, 3 Mahlzeiten zu sich zu nehmen und zwischendurch noch diverse Snacks. Daran haben wir uns gewöhnt.
Wenn wir mit dem Fasten beginnen, wird sich zuerst der Hunger melden. Aber was ist Hunger?, das Verlangen des Körpers nach Nahrung? Mitnichten! Er ist nichts weiter als die Fortführung unserer liebgewonnenen Ess-Gewohnheiten.

Um sich mit dem Hungergefühl vertraut zu machen, und er wird noch ihr bester Freund werden, ist es ratsam, zunächst über einen gewissen Zeitraum die Anzahl der Mahlzeiten zu verkürzen, d.h. z.B. von 3 auf 2 Mahlzeiten täglich. Vorher hat man es am besten bereits geschafft, die kleinen Zwischen-Naschereien zu unterlassen.
Wer beim reduzieren der Mahlzeiten bereits Probleme hat und dem heißhungrigen Verlangen nachgibt, wird beim Fasten und bei der Roh-Kost bzw. Obst-Ernährung scheitern! Deshalb muss zunächst der Wille gestärkt werden, ohne dem nichts auszurichten ist.

Der nächste Schritt, und dieser ist bereits als radikal und umwälzend zu bezeichnen und zu erleben, ist die Reduzierung auf nur eine einzige Mahlzeit am Tag! Wenn das über mehrere Wochen durchgehalten wird, erlebt man bereits gravierende positive Veränderungen in seiner Vitalität, was bedeutet, mehr Bewegungsfreude, geistige Wachheit und Klarheit, ein Gefühl von Leichtigkeit, schärfere Sinne, frischeres Aussehen etc. Wir erfahren, dass wir zum vitalen Leben deutlich weniger brauchen, als wir immer meinten.

In dieser ganzen Vorbereitungszeit ist es durchaus einen Versuch wert, oder auch mehrere, einen Teil der Nahrung bereits auf Naturkost umzustellen. Nun können wir entweder die eine tägliche Mahlzeit ebenfalls auf Naturkost reduzieren, oder aber wir beginnen mit unserem ersten Fastenzyklus, der zu Anfang besser auf maximal 3 Tage festgelegt wird. In dieser Zeit trinken wir 1 bis 2 Liter Wasser, welches auch warm sein und vorteilhafter mit etwas Zitronensaft vermischt wird. Dies führt zur Entsäuerung und Entschleimung des Körpers.
Das Fastenbrechen können wir beispielsweise mit ein paar Feigen für den ersten Tag durchführen. Am zweiten eventuell ein paar Walnusskerne dazu.
Wer positiv motiviert ist, kann die Fastenzeit auch auf eine Woche verlängern. Nach dem Fasten bei Naturkost zu bleiben, ist ausgezeichnet.

Es gibt beim Fasten bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt immer wieder sogenannte Fastenkrisen. Diese sind meistens 1-2 Tage später verschwunden und man fühlt sich deutlich besser, wenn nicht sogar beschwingt. Die Krisen rühren daher, dass der Körper beim Fasten verstärkt im Körpergewebe angesammelte Gifte abbaut, die zum Teil für den Abtransport ins Blut gelangen. Dies führt mitunter zu diesem Unwohlsein, teils auch Frieren, hat jedoch rein gar nichts mit einer "Schwächung" wegen vermeintlich fehlender "gesunder und guter Kost" zu tun! Ein Überstehen dieser Krisen wird immer belohnt werden!

In diesem ganzen Prozeß werden wir erfahren, dass selbst eine einzige Mahlzeit pro Tag noch zu viel sein kann! Dann kommen wir möglicherweise in den Zustand des 'Träumers' (aus Die Schule für Götter *), der uns mitteilte, dass die Organe des Menschen in Wirklichkeit eine völlig andere Bestimmung bzw. Aufgabe haben, als unablässig Ausscheidungsprodukte zu produzieren.

Weitere wertvollste Informationen finden Sie z. B. in den ausgezeichneten Schriften von A. Ehret, der sich selber vor vielen Jahren von einer "unheilbaren" Nierenkrankheit heilte und das Obst-Fasten an sich selber praktisch und gründlich erprobte. Später gründete und leitete A. Ehret sogar eine eigene Fastenklinik.

Mit diesen Anregungen sei allen mutigen Fastern und Naturkostlern bestes Gelingen und wachsende Gesundheit wie Freude von Herzen gewünscht.

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