(Krebs-) Fasten unter wissenschaftlichen Aspekten

"Für Krebszellen ist Fasten ein regelrechter Albtraum!"

 

  • unsere heutige Lebensweise bringt immer neue (Alters-)Krankheiten hervor
  • Medikamentierung birgt Risiken, heilt oft nicht, und geht nicht an die Ursachen
  • seit 50 Jahren beschäftigen sich Ärzte und Biologen in Russland, Deutschland und den USA mit den Möglichkeiten der Therapieform des Fastens, welche Bestandteil aller Religionen ist
  • es gibt erstaunliche Ergebnisse vor allem auch bei "der Krankheit des Jahrhunderts" - Krebs

 

Russland

"Im Herzen Russlands, in der Sibirischen Ebene, ist "das Fasten bereits seit 15 Jahren ein zentraler Bestandteil der staatlichen Gesundheitspolitik. Grundlage dieses einzigartigen Experimentes ist eine im Westen vollkommen unbekannte Studie, an der in der ehemaligen Sowjetunion über 4 Jahrzehnte hinweg Tausende von Patienten teilnahmen. Daraus resultierte eine radikale Methode, die hier praktiziert wird."

Gorjatschinsk ist berühmt für seine heiße Quelle. Seit 1995 auch für seine Fastenklinik. Die Kosten für die Kuren werden erstattet. Von der Allgemeinmedizin Aufgegebene werden in der Fastenklinik behandelt. 12 Tage lang nur Wasser. Fastenkur bis zu 3 Wochen. Bei chronischen Leiden Absetzung der Medikamente nach 2-3 Tagen. Nur unter fachärztlicher Aufsicht!

Während des Fastens tritt kein Nährstoffmangel auf! Manche Stoffe, wie Vitamine, reduzieren sich, jedoch nicht in kritischen Werten.

Innerhalb 10 Jahren haben sich dort 10.000 Menschen einer Fastenkur unterzogen. Diabetes, Asthma, Bluthochdruck, Rheumatismus, Allergien werden behandelt. Nach ein oder mehreren Fastenkuren waren bei 2/3 von ihnen sämtliche Symptome verschwunden.
Das Problem ist nicht das Hungern, sondern die auftauchenden "Fastenkrisen". Schwächegefühl, Übelkeit, Migräne, können 24 bis 36 Stunden andauern.
Der Körper entgiftet ab dem 3. Tag und lernt, von seinen Reserven zu leben. Die Giftausleitung führt zu den unangenehmen Zuständen. Gipfel und Dauer der Krisen lassen sich im Urin feststellen.

Die 3 Energielieferanten des Körpers:
Glukose, Proteine, Lipide (Fette)

Glukose, sehr wichtig auch für's Gehirn, Vorräte nach einem Fastentag erschöpft.
Danach wird Glukose kurzzeitig aus Proteinen gebildet (aus den Muskeln), vor allem jedoch aus den Körperfetten. Diese Fastenenergielieferanten aus Eiweiß und Fetten nennt man Ketonkörper. Der Vorgang der Umwandlung in Glukose findet in der Leber statt. Nach der Fastenkrise findet der Körper zu einem neuen Gleichgewicht.

1. Phase - Glukose (nach 24 Stunden verbraucht)
2. Phase - danach Glukosebildung aus Fettverwertung (kurzzeitig auch aus Eiweiß), Zeitraum abhängig von den Fettreserven
3. Phase - nach 80% Verbrauch der Fette geht es an die Muskelmasse (Eiweiße), nun muss also Nahrung dringend wieder zugeführt werden

Ein Mensch von ca. 1,70 Meter Größe und 70 kg Gewicht besitzt etwa 15 kg (!) Fettreserven. Das reicht für ca. 40 Tage Fasten.

Unterstützend: täglich 2-3 Stunden Bewegung, Sauna, Massagen, Wickel Sinne werden geschärft, PH-Wert des Blutes steigt, eine gewisse Euphorie macht sich bemerkbar (Ausschüttung von Glückshormonen im Gehirn).

 

Erste Studien in der Korsakow-Klinik in Moskau

Juri Nikolajew heilte psychisch Kranke mit Fastenkuren. Ein psychisch Kranker verweigerte die Nahrung. J. Nikolajew folgte dem Instinkt des Kranken und verzichtete auf die übliche Zwangsernährung.

"Vom 5. Tag ließ sein Negativismus nach und der Patient öffnete die Augen. Am 10. Tag begann er wieder zu gehen, schwieg aber weiterhin. Am 15. Tag trank er ein Glas Apfelsaft, das auf seinem Nachttisch stand. Später ging er spazieren und nahm allmählich wieder am Gemeinschaftsleben teil. Der Mann wurde schließlich wieder gesund. - Ein psychisch Kranker geheilt durch Fasten. Das war ein Novum."

"Angesichts der überraschenden Wirksamkeit seiner Behandlung experimentiert er weiter. Der Erfolg übertrifft alle Erwartungen und die Warteliste für Patienten wird immer länger. Nikolajew behandelt Depressive, Schizophrene, Fobiker und Patienten mit Zwangsstörungen, indem er sie durchschnittlich 25 bis 30, ja manchmal sogar 40 Tage lang fasten lässt."

"Nikolajew startet ein umfangreiches Forschungs-Projekt, das Kritiker zum Schweigen bringen und Wissenschaftsgeschichte schreiben wird."

"Das Fasten hat nicht nur einen Einfluss auf psychische Abweichungen und Störungen, vielmehr ändert sich auch die Persönlichkeit selbst in gewisser Weise." - Fasten wirkt psychostimulierend, antidepressiv, sedativ (beruhigend) nach der Fastenkrise.

Zum Ärzte-Team gehört auch der junge Dr. Gorwitsch, der 18 Jahre lang an der Seite von Nikolajew arbeitet. Nikolajew behandelte insgesamt 8.000 Patienten. Bei über 70% bewirkte das Fasten eine deutliche Besserung, die auch 6 Jahre später noch bei 47% der Patienten feststellbar war. Gleichzeitig verbesserte sich auch der körperliche Zustand der Patienten deutlich.

Behörden werden informiert, das Gesundheitsministerium ist skeptisch und startet 1973 (!) eine Kampagne zur Überprüfung der Ergebnisse.
Mediziner, renommierte Militär-Ärzte (Alexey Kokosov und Valéry Maximov) werden damit beauftragt zu untersuchen, ob und warum Fasten wirkt. Die Ärzte bestätigen die Ergebnisse von Nikolajew.

Fasten aktiviert Selbstregulierungsmechanismen (Sanogenese), die durch zivile Lebensweise unterdrückt wird, Selbstheilungsprozesse werden mobilisiert.

"Die Medizin hat das Fasten stets abgelehnt, da man den Kern dieses Prozesses nicht verstand. Üblicherweise wird Hunger als ein Übel angesehen, doch Hunger kann heilen.
Um dies zu verstehen, muss man seine Vorstellungen über die Prozesse im Organismus auf den Kopf stellen. Einem Arzt fällt dies viel schwerer als einem gewöhnlichen Sterblichen."

Prof. Ossinin ist Spezialist für Bronchialasthma. Als Schüler von Kokosov hat er an die 10.000 Asthmatiker fasten lassen. In 40 Jahren gab es keinerlei Komplikationen. Histamin (kann Bronchialspasmen auslösen) ist nach ca. 12 Tagen Fasten abgebaut und die Zellen habe sich wieder mit Lipiden (Fetten) gefüllt. - Die Spasmen sind vergangen. Die Schulmedizin kann Asthma nur eindämmen, nicht heilen.

"Aus allen Teilen der Sowjetunion wurden experimentelle Daten zusammengetragen mit dem Ziel, das Fasten in die staatliche Gesundheitspolitik zu integrieren. Die Akademie der Wissenschaften hat die Ergebnisse bestätigt und in imposanten Bänden gebündelt. Nichts davon ist je übersetzt worden."

Es wirkt, aber warum? Was sind die Mechanismen dahinter? Was genau ist die Sanogenese?

 

Deutschland

15 bis 20% aller Deutschen haben schon einmal gefastet. Das älteste Fastenzentrum entstand vor über 90 Jahren (1920) in Witzenhausen (die Buchinger-Klinik, mit gutem Ruf im Ausland). Otto Buchinger, Militärarzt und Gründer der Klinik, litt an schwerem Gelenkrheuma und war ab 1918 am Rollstuhl gefesselt. Er wurde durch 2 Fastenkuren vollständig geheilt.

"Fasten als Grundpfeiler des Gesundheitsmarktes; das würde die Macht der Pharmaindustrie verringern und ihre Profite mindern. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg."

Fasten wird allmählich ein fester Bestandteil der Schulmedizin, wie z.B. an der Charité Berlin (größte Universitätsklinik Europas). Dort gibt es seit fast 10 Jahren Fastenkuren. Ein Dutzend weiterer Universitätskliniken sind dem Beispiel gefolgt.

Fasten ist ein in der Evolution entstandener Anpassungsmechanismus, der so alt ist, wie das Leben selbst. Unser Organismus verträgt den Mangel besser als den Überfluss, den es historisch so nie gegeben hat.

"Wie aktiviert das Fasten also uralte Reflexe, die im Gedächtnis des Körpers gespeichert sind? Wenn diese Hypothese stimmt, und die Fähigkeit zu Fasten evolutionär begründet ist, muss sie in unserem genetischen Code festgelegt sein."

 

USA

Prof. Valter D. Longo, international renommierter Biologe und Wissenschaftler an der University of Southern California, Los Angeles, Gerontologie (Wissenschaft des Alterns),

"Studien haben gezeigt, dass ein Tier, das auf Dauer wenig Nahrung zu sich nimmt, länger und gesünder lebt." V. D. Longo "nimmt eine Reihe von krebskranken Mäusen, und teilt sie in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe wird normal ernährt, die zweite fastet 49 Stunden lang. Anschließend injiziert er allen Mäusen große Mengen Therapeutika. Die Dosen sind drei- bis fünfmal höher als diejenigen, die bei Menschen erlaubt sind und müssten daher verheerende Nebenwirkungen haben. Werden die Mäuse eine solche Behandlung überleben? Lässt sich ein Unterschied zwischen fastenden und normal ernährten Mäusen beobachten? - Alle fastenden Mäuse haben überlebt, und alle normal ernährten Mäuse sind tot!"

Das Experiment wurden in zwei verschiedenen Labors wiederholt - mit den selben Ergebnissen. Fasten schützt gegen die Nebenwirkungen der Chemotherapie!

"Das Norris Comprehensive Cancer Center in Los Angeles ist eine der größten Krebskliniken der USA, in der jährlich 200 klinische Studien durchgeführt werden. Hier nimmt man die Entdeckung sehr ernst. Die Klinik startet sofort eine Studie mit Krebspatienten."

Normalerweise wird vor der Chemotherapie zu einer erhöhten Kalorien- und Eiweißzufuhr geraten. "Durch die verringerten Nebenwirkungen (durch das Fasten) können die Chemotherapeutika sogar noch höher dosiert werden. Eine leicht umzusetzende und kostengünstige Behandlungsmethode."

Nora Quinn, krebskrank, mochte nicht auf den Abschluss der klinischen Studien warten, die einige Jahre angedauert hätten. Sie begibt sich direkt zu Prof. Longo. Insgesamt sollen 5 Chemotherapien verabreicht werden. Vor der ersten Chemotherapie fastet sie 5 Tage lang. "Sie fühlt sich gut und kann weiter zur Arbeit gehen. Vor den beiden nächsten Zyklen fastet sie auf Anraten ihrer Onkologin nicht. Sie verträgt die Chemotherapie nur schlecht, und fühlt sich so krank, dass sie beschließt, vor den beiden letzten Zyklen erneut zu fasten. Und diesmal geht es ihr wesentlich besser." Diese Beobachtungen sieht Nora Quinn bei Leidensgefährten bestätigt.

"Von den Rund 30%, die sich auf das Experiment einließen, konnte die Klinik 10 für eine Studie gewinnen, und ihre Krankenakten auswerten. Auch Nora Quinn hat an dieser Studie teilgenommen, die die Ergebnisse der Mäuse-Experimente bestätigt. - Das Fasten hat die Chemotherapie erträglicher gemacht."

Jedoch - wird die Wirksamkeit der Chemotherapie gesenkt oder erhöht? Durch welchen Mechanismus werden die Zellen geschützt? Bewirkt das Fasten eine veränderte Genexpression ?

"Longo wählt Leber-, Herz- und Muskelzellen aus und beobachtet ihre Gene auf den entsprechenden Abschnitten der DNA-Stränge. Die Gene steuern die Arbeit der Zelle, ihre Expression ist normal. Nach zwei Tagen Fasten beobachtet Longo eine radikale Veränderung der Genexpression. Einige Gene sind über-, andere unterexprimiert. Die Gene verändern die Funktion der Zellen, und diese schalten sozusagen auf Schutzbetrieb um. Eine schnelle, tiefgreifende Veränderung, so als wäre diese Fähigkeit schon sehr lange in ihrem Gedächtnis verankert."

"Die normalen Zellen haben die Lektion der letzten 3 Milliarden Jahre gelernt und schalten auf Schutzbetrieb um. Sie tun das, weil nur wenig Glukose und andere Nährstoffe zur Verfügung stehen, und sie sich so gut wie möglich schützen müssen. Beispielsweise gegen eine Chemotherapie."

"Die Zellen schützen sich also durch einen atavistischen Reflex. Wenn Fasten ein Schutz für gesunde Zellen ist, schützt es dann nicht auch die Krebszellen? Wäre dies der Fall, wäre Valter Longos gesamte Beweisführung nichtig."

"Vergleichen wir eine Krebszelle mit einer gesunden Zelle. Nach 2 Tagen Fasten ist die Genexpression der Krebszelle konträr zur gesunden Zelle. Die Krebszellen haben eine genetische Mutation erfahren und ihr Evolutionsgedächtnis verloren; die Schutzmechanismen funktionieren nicht."

"Die Krebszellen hassen diese Umgebung, in der es nur wenig Glukose und Wachstum gibt (sie können nicht auf Ketose umschalten). Sie sind dann nicht nur ungeschützt, sondern zeigen auch eine höhere Chemosensitivität; sie sterben, oder ihr Wachstum ist auf jeden Fall reduziert. Fasten kann das Wachstum der Krebszellen aber auch ohne Chemotherapie schon hemmen."

"Für die Krebszellen ist Fasten also ein regelrechter Albtraum."

"Kürzlich habe ich diese Methode in einem der größten Pharmaunternehmen der Welt vorgestellt. Ich habe den Konzernvorstand aufgefordert, einen Medikamentencocktail, also eine Wirkstoffkombination, zu entwickeln, die wirksamer ist, als das Fasten." (Valter D. Longo) Vielleicht gibt es solch einen Cocktail. Bis heute jedoch nicht für Krebskranke. Also - faste dich gesund!

 

Fasten in der Tier- und Pflanzenwelt

In der gesamten Natur gibt es stets wiederkehrende Zyklen; Zeiten des Mangels, und Zeiten der überreichen Fülle. In Dürreperioden und im Winter haben Pflanzen nichts zum Leben und verharren geduldig, wie die Natur es vorgegeben, auf Wasser, Sonne und Nahrung. In Regenperioden sowie im Frühjahr und Sommer wachsen und gedeihen sie, wie von Wunderhand. Ebenso die Tierwelt. Tiere fasten zwar nicht freiwillig, jedoch in kargen Zeiten zeigen sie bemerkenswerte Anpassungsfähigkeiten. Ist nicht genügend Nahrung vorhanden, fasten Tiere über mehrere Tage, Wochen und Monate problemlos. Kranke und verletzte Tiere verweigern instinktiv die Nahrung, bis sie genesen sind. Sind sie gesund und ist ausreichend Nahrung vorhanden, wird auch gerne und üppig gefressen.

Fastenzeiten sind also ein integraler und sogar überlebenswichtiger Bestandteil des Lebens und wiederspiegeln den gleichen Antagonismus bzw. die Gegenpole, die das ganze Dasein bestimmen - Tag und Nacht, nass und trocken, Wärme und Kälte u.s.w.

Löwen können bis zu 40 kg bzw. 2/3 ihres eigenen Gewichtes fressen. In der freien Natur gibt es durchaus auch mehrere Ruhetage zwischen den Fressgelagen.

Pfuhlschnepfen hungern sich ans Ziel. Auf dem Weg von Alaska nach Neuseeland (jeden Winter), ca. 12.000 km und 9 Tage Flugzeit, fressen sie nichts. Vor dem Flug fressen sie sich allerdings ein gutes Fettpolster an.

Aale schwimmen 6.000 km durch den Atlantik (von den europäischen Flüssen zum Agasso-See, ihrer Geburtsstätte) ohne zu fressen zurück, um zu laichen. Unter Laborbedingungen fastete ein Aal 4 Jahre und verlor dabei 75% des Körpergewichts.

Zecken sind die Hungerweltmeister. Sie hungern bis zu 2 Jahre. Tropische Zecken schaffen es bis zu 7 Jahre. Ihre Blutnahrung benötigen sie lediglich zur Paarung und zum Eier legen; kurz darauf sterben sie. Wenn man im Labor die Paarung vollgesogener Zecken verhindert, leben sie ohne weitere Nahrungszufuhr bis über 10 Jahre durch das Herunterfahren des Stoffwechsels.

Pinguine fasten in der Brutsaison etwa einen Monat, Kaiserpinguine sogar bis dreieinhalb Monate.


Quellen:

 

Siehe auch: