Codecheck für Gesundheitsbewusste

 

Im Sommer 2017 erzählte mir eine sehr gute Freundin von einer neuen tollen App. Sie wäre zwar mit Werbung, aha..., aber man könne damit Kosmetika auf schädliche Substanzen testen. Da ich gerne ein gutes Gefühl im Umgang von mir benutzten Dingen haben möchte und die Begeisterung mit meiner Freundin teilen wollte, entschloss ich mich, die App zumindest einmal zu testen. Was dabei heraus kam, war meine Entscheidung, die erste App mit Werbung auf meinem Smartphone zu dulden - und das will schon etwas heißen!

Im Ergebnis habe ich bei mir zu Hause ALLE Körperpflegeprodukte entsorgt; zumeist Markenartikel, aber auch einen billigen Rasierschaum, der mir allerdings nur äußerst selten einen Milchbart verpasste. Um mich hier mir niemandem anzulegen, nenne ich keine Produktnamen. Am nächsten Tag begab ich mich in ein Reformhaus und suchte bei den Natur-Kosmetika nach Natur-Produkten - mit dem Codecheck-Scanner vor den Regalen. Für manche sicherlich ein ungewohnter, vielleicht gar lustiger Anblick. Dass die entsorgten Produkte nun auf dem Müllberg landen, ist sicherlich nicht im Sinne der Erfinder, und auch nicht im Sinne von Öko. Wenn man jedoch bedenkt, was alles über täglich benutzte Körperpflegeprodukte in den Wasserkreislauf der städtischen Wasserversorgung gelangt und wieder herausgefiltert werden muss, soweit überhaupt möglich, bekommt man doch einiges Stirnrunzeln.

Allergika, Mikro-Plastik, Krebsfördernde Substanzen, hormonell wirkende Stoffe, die Schutzfunktion der Haut manipulierende Chemikalien..., all dies und manches mehr findet sich in unseren bevorzugten Pflegeprodukten. Früher sagte man es gehört nichts auf die Haut, was man nicht essen kann, o.ä., und diesem Slogan folgend versorgt meine Gesichtshaut nach der Rasur seit neuestem - Bio-Kokosöl, mit hervorragendem Ergebnis!

Bestandteile aus Sonnenschutzcremes (Mikroplastik) sind heute bereits im Meerwasser und in Fischen nachweisbar; guten Appetit, brrr...! Die Fische leiden dadurch an hormonellen Erkrankungen. Schade, dass ich schon lange keinen Fisch mehr esse, aber auch gut so. Was wir über die Haut aufnehmen, lagert sich ebenfalls im Körper, in den Organen, nachweisbar ab. Dort jedoch gehören diese Dinge nicht hin und müssen ebenfalls wieder entsorgt werden.

Codecheck betreibt auch eine eigene Website, auf der man wunderbar nach den besten, respektive gesündesten, Produkten suchen kann. 35 Millionen Produkte befinden sich in der Datenbank! So auch viele Waschmittel, Mineralwässer, Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittel. Alternative Produktangebote und Gesundheitsbeiträge runden den gesamten Webauftritt ab.

Nun fühle ich mich zwar ein Stück wohler, jedoch mein Stirnrunzeln bleibt vorerst... Nicht nur, weil mein Öko-Waschmittel zwar 'sauber' ist, Fasern und Farben jedoch sichtlich schneller angegriffen werden.

Viel Spaß beim Entsorgen! :-)