Arnold Ehret - Zitate

 

Alle Krankheit, Schmerz, Leid und Leiden, alle Leidenschaften, Alkoholismus (selbst Morphium- und Tabakgenuß), alles „Böse“, der ganze soziale Kampf, die Ungleichheit der Menschen, Übervölkerung, Krieg, Grausamkeit, Unfreiheit und Knechtschaft (auch die des Weibes durch die Küche), die menschliche Mißgestaltung, das Altern und vielleicht sogar der Tod selbst, alle philosophischen und moralischen Irrlehren, besonders aber der Pessimismus, kurz alle Entartung, kommt, von wenigen anderen Umständen abgesehen, von falscher, unnatürlicher Nahrung und von Überernährung.

Fasten ist das einzige von der Natur ohne menschliches Zutun angewendete Mittel, die Folgen der Überernährung, selbst die „Sünden der Väter“, wieder gut zu machen, und, wenn mit der rein natürlichen Diät (strengen Obstdiät) planmäßig verbunden, der alleinige unfehlbare Weg, auf dem alle Übel aus der Welt geschafft werden könnten.

Die Krankheit, der von der Natur bestgemeinte physiologische Prozeß, um den Menschen zur Gesundheit sich durchringen zu lassen, die Nahrungsreste und die durch verwässertes Blut fauligen Gewebe und Muskelzellen zur Ausscheidung zu bringen, steht heute wieder im Zeichen einer pessimistischen und dämonischen Auffassung, und das dank der wissenschaftlich „Aufgeklärten“ des 20. Jahrhunderts, die sich brüsten, ohne Aberglauben zu sein, obwohl sie einen einzigen Bazillus mehr fürchten, als man ehemals den Teufel selbst fürchtete.

Das ist der „Fortschritt“ unserer Kultur, wenn uns jeder Professor etwas anderes vorrechnet, was und wieviel wir essen sollen, und daß die „geistreichsten“ Gelehrten und Künstler an Dinge glauben, die die Dümmsten des dunkelsten Mittelalters von sich gewiesen hätten.

Weitere Zitate werden in nächster Zeit folgen.