Die Verirrungen des Mainstream

In diesem Beitrag geht es um China und die Verirrungen des Mainstreams. Die sogenannten Lügenmedien haben leider ihren Namen weg und sie haben ihn nicht umsonst von den ehemaligen Lesern bekommen. Anhand dieses Beispiels soll gezeigt werden, wie das Verbreiten von Unwahrheiten funktioniert. Die sogenannten Lügenmedien halten ihre Leser scheinbar für dämlich, denkunfähig und der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Die Berichte sind meistens oberflächlich, ohne Quellenbezüge, ohne Zusammenhänge, Fakten (Beweise) und vertiefende Kommentare. Es werden nur noch die Instinkte der Leser angesprochen mit Andeutungen, Klischees und einem extrem einseitigen, monopolaren Weltbild. Und wer nicht mit uns ist, ist natürlich gegen uns…

Die hier angeführten Beispiele sind exemplarisch und rein zufällig gewählt, man findet in allen sogenannten Mainstream-Medien (die Medien, die den politischen Ton angeben möchten und die größten Auflagen bzw. Zuschauer haben) täglich eine uferlose Anzahl an Beispielen, womit wohl kaum jemand seine wertvolle Zeit verplempern möchte, wennschon es etliche Internetseiten gibt, in denen die Lügen der Presse und des Rundfunks und Fernsehens bewiesen werden. Die Lügenpresse ist also nur ein Teil des ganzen Informationskrieges, welchen man als Verbrechen gegen die Demokratie bezeichnen kann.

Der Tagesspiegel beschäftigte sich am 04.06.2019 mit dem Thema “Das Tiananmen-Massaker war der Startpunkt für das moderne China“. Das erste, was mir auffiel, war die Unverfrorenheit des Hinweises, dass damalige Ereignis am Tiananmen-Platz wäre “der Einfachheit halber als „Tiananmen-Massaker“ bekannt“. Wie bitte?! Man vereinfacht ein Geschehen, dass bis heute nicht aufgeklärt sein soll “der Einfachheit halber als Massaker“? Und möglicherweise war es gar keins? Denn im Bericht des Tagesspiegels ist zu lesen, die Studenten hätten damals freies Geleit ausgehandelt und hätten frei abziehen können. Und wo fand nun ein Massaker statt?

Weil die Studenten in jener dramatischen Nacht freien Abzug ausgehandelt hatten, kamen auf dem Tiananmen keine Menschen ums Leben …

Danach sollen “in den Zufahrtsstraßen der chinesischen Hauptstadt oder rund um den Platz des Himmlischen Friedens” (wo denn nun genau?) “viele Menschen durch Kugeln oder unter den Panzern der mit aller Macht einrückenden Volksbefreiungsarmee” gestorben sein. Zum einen sind diese Aussagen schwammig und ungenau, zum anderen muss man sich hier klarmachen, für wie dumm die Schreiberlinge die chinesische Führung halten. Für ein (geplantes) Massaker wäre der sogenannte Platz des Friedens ideal gewesen, denn dort hätte man den Großteil der Demonstranten eingeschlossen bzw. umzingelt von Panzern und Soldaten vernichten oder abführen können. Die angeblich tausenden von Studenten abziehen zu lassen, um sie dann “in den Zufahrtsstraßen der chinesischen Hauptstadt” massakrieren zu können, wäre ein ungleich schwierigeres Unterfangen gewesen, weil dies zu unkontrollierten Straßen- und Häuserkämpfen hätte führen können, der sich tage- oder gar wochenlang hingezogen hätten.

Von “Pro-demokratischen Demonstranten” wird in dem Bericht geredet, obwohl doch heute noch der dümmste Politdesinteressierte weiß, wie oft die USA, England u.a. Demokratie-Exporteure “bunte Revolutionen” angeschoben haben, um Staaten zu stürzen für den ach so segenbringenden demokratischen Wandel, der grundsätzlich nichts anderem zu dienen hatte, als den Ressourceninteressen der Urheber, mit stets verheerenden Folgen für die Gesellschaft. Selbstverständlich hat die Pekinger Regierung das Recht, fremdgesteuerte Umsturzversuche zu unterbinden.

Warum glaubt man eigentlich jeder USA-Regierung mehr, als der chinesischen? Den USA war noch keine Lüge zu schade, um fremde Länder kaputtzubomben, eine Binsenweisheit, in unseren Medien jedoch kein Thema.

Weiterhin echauffiert man sich darüber, das sogar Wikipedia in jeder Sprache gesperrt werde. Wikipedia wird in Deutschland nicht nur in akademischen Schriften als Quelle gar nicht zugelassen; warum wohl nicht? Es ist kein offizielles Nachschlagemedium, kein Verlag mit Redakteuren, Referenzen, Kompetenzen, Verifikationen, dafür aber mit anonymen Verfassern, die unkontrolliert schreiben dürfen, was sie wollen – und dies auch tun. Über Manipulationen bezüglich Deutscher Geschichte, sonstiger Politthemen oder solche durch Wirtschaftsvertreter gibt es Berichte zuhauf zu sehen und zu lesen. Insgesamt ist eine bildungspolitische Mainstreamrichtung zu erkennen, die jegliche Korrektur in andere Richtungen zensiert. Das ist schlichtweg Manipulation, Missbrauch, unseriös und teilweise kriminell. Wohin gehen eigentlich die Spenden, die von unbekannten Privaten von Wikipedia empfangen werden? Werden diese an die vielen Autoren verteilt, die eine enorme Arbeit mit vielen guten Artikeln leisteten, oder verbleiben die Gelder bei den wenigen anonymen Kontrolleuren?

Damit all dies (Demonstrationen in China) nie wieder passiert, “begann die Kommunistische Partei mit dem Volk einen ungeschriebenen Tauschhandel einzugehen: Wir verhelfen Euch zu wirtschaftlichem Wohlstand, Ihr verhaltet euch innenpolitisch ruhig. Seitdem ist China zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen, hunderte Millionen Chinesen haben es aus existenzieller Armut heraus geschafft.” So einfach ist das mit der sozialistischen Planwirtschaft! Diese enorm erfolgreiche chinesische Volkswirtschaft wurde soeben mal und nur dafür angekurbelt, um die Massen mit Wohlstand zu versorgen und innenpolitische Ruhe zu haben! Und damit das Ganze auch reibungslos ablaufen konnte, bemühte man sich eifrig um Patentanmeldungen in Millionenhöhe – Das chinesische Sipo hat als erste Patentbehörde die Millionenmarke binnen eines Jahres geknackt (2015).

Die Überschrift des Berichtes des Tagesspiegels wollte vermutlich das damalige angebliche Massaker bis in die heutige Zeit als dauerhaften Zustand festnageln und möglicherweise ein auf staatliche Gewalt basierendes Wirtschaftswachstum suggerieren.

Den Vorwurf, alles kontrollieren zu wollen, kann man genauso gut auf Deutschland projizieren. Und warum sollen christliche Kirchen nicht abgerissen werden? Was haben wir denn in Deutschland unter christlicher Führung (CSU/CDU)? Pornografie, Kriegshetze, Alkoholismus, Gewaltverherrlichung, Ausbeutung, Mietwucher, Spielkasinos, sterbende Natur, vergiftete Lebensmittel, Wahlbetrug und noch vieles mehr an christlichem Segen von den christlichen Parteien. Was die Uiguren betrifft, so ist China selbstverständlich gezwungen, islamischen Radikalismus von vornherein zu unterbinden. Die friedlichen Moslems sind die leidtragenden des islamischen Terrors.

Mit welchem Zweck werden solche hanebüchenen Propagandaschriften verfasst? Wer legt solchen Wert darauf, das chinesische System zu diskreditieren? Und warum? Mit welchem Recht erwarten oder fordern wir im Westen von China Reformen? Die Chinesen sind nicht so anmaßend. Noch nicht einmal dort, wo sie Milliarden an Geldern in die Infrastrukturen investieren wie z.B. in Afrika, alles bleibt außerhalb von Ideologien, aber selbstverständlich nicht auch ohne Eigennutz. Denn Investitionen sind keine Geschenke.

Das, was beauftragte Systemschreiber über das angebliche Massaker in China berichten, kann man genauso gut aus jedem anderen Land berichten, welches gewillt ist, seine Herrschaftsstruktur zu schützen und chaotische gesellschaftliche Zustände zu vermeiden. In Deutschland gab es Berufsverbote für Kommunisten, in den USA wurden sie sogar inhaftiert. Auch bei uns wurden schon Demonstrationen “aufgelöst”. In den USA wurden stillsitzende Antikriegsprotestierer mit Gas besprüht – mindestens.

Auf einer anderen Seite des Tagesspiegels gibt es einen weiteren kurzen Beitrag: “Minister rechtfertigt Tiananmen-Massaker“. Hier erfolgt ebenfalls der Missbrauch des Begriffes Massaker, was ja laut Tagesspiegel selbst eigentlich gar keines war, denn die Geschehnisse werden ja nur “der Einfachheit halber als „Tiananmen-Massaker“ bezeichnet. Diesem angeblichen Massaker werden dann die Erklärungen des Verteidigungsminister Wei Fenghe entgegengestellt, welche jedoch erst durch die fälschliche und ungerechte Verwendung des Begriffs Massaker skrupellos erscheinen (könnten). Damals sind allerdings auch Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Wie aber können gut ausgerüstete und ausgebildete Sicherheitskräfte zu Tode kommen? Durch friedliche Proteste, Parolen und Märsche? Wer weiß schon, was dort, wie bereits überall in der Welt, angezettelt wurde für die “Demokratisierung“. Wer weiß denn schon, ob nicht auch dort Geheimdienstler oder von ihnen angestiftete Idioten Morde begangen haben. Schließlich gehört dies zum Standardwerkzeug und zum guten Ton in der amerikanischen Außenpolitik. Deshalb – “das war das korrekte Vorgehen. Deshalb ist China stabil“, so die Worte von Wei Fenghe. Und was glaubt denn der Autor, wie schnell “Sicherheitskräfte” der BRD zu Stelle wären, wenn auf unseren Straßen umstürzlerische, systemgefährdende, Proteste eskalieren würden? Eskalieren heißt, wie damals in China, dass die Protestierer für Demokratie sich der Waffen und Ausrüstung der Polizei und des Militärs “erkämpfen” und Feuer legen! Wie schnell wären da Antiterrorgruppen präsent?

Der Einsatz bewaffneter Soldaten im Inland ist zwar seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2012 wahrscheinlicher geworden, und angesichts der terroristischen Bedrohung stellt sich die Politik auch darauf ein, auf diese Möglichkeit zurückzugreifen. Doch in Deutschland werden wir auch auf absehbare Zeit nicht wie in Frankreich und anderen europäischen Ländern Soldaten in Tarnuniform und mit Sturmgewehr durch die Straßen der Großstädte patrouillieren sehen, und vor dem Reichstagsgebäude wird so schnell keine Fallschirmjägerkompanie zur Sicherung aufziehen. Die öffentliche Haltung dazu, vor allem aber die rechtlichen Grenzen, bleiben hierzulande andere als in unseren Nachbarstaaten. (Quelle)

Solcherart (beispielhafte) Berichterstattung ist unfreundlich, respektlos und arrogant. Völker sollten jedoch miteinander befreundet sein. Diese beleidigenden und zusammengelogenen Berichte sind keine Grundlage dafür. Warum diese Feindseligkeit gegen eine andere Kultur, die uns nicht bedroht? Weil sie nicht so ist wie unsere? Weil sie sich nicht dem US-Diktat beugt? Fangen wir doch zuerst einmal bei uns selber an, jene Dinge, die zuvor unvollständig aufgezählt wurden, zu verbessern. Wer bei sich selber keine Ordnung hat, kann sie nicht von anderen einfordern. Oder ist unsere Unordnung demokratisch legitimiert? Es beschämend.

Heise, nur um ein weiteres Beispiel zu nennen, mokiert sich u.a. darüber, dass “China seinen “digitalen Totalitarismus” etwa nach Afrika und Südamerika, aber auch nach Europa oder in die USA exportieren wolle“. Das braucht China gar nicht! Denn wenn wir uns einmal die Seite des Bundesministeriums anschauen, dann sind auch in Deutschland und Europa die Tendenzen dorthin ebenso vorgezeichnet; China ist uns einfach nur ein wenig voraus im “digitalen Totalitarismus“. Lichtbild, Fingerabdrücke (momentan in Deutschland noch freiwillig, bald Pflicht), Auslesen der biometrischen Daten aus dem Chip zur Identitätsfeststellung, und demnächst “Anpassungen des Zugriffsprotokolls“, was immer überwachungstechnisch dies heißen soll. Wenn man diesen Überwachungs- und Sicherheitsaufwand mit der Tatsache vergleicht, dass während der “Flüchtlings”welle Hunderttausende junge Männer ohne Pässe in Deutschland einmarschiert sind, dann darf man dort ein sehr großes Fragezeichen hinter machen. Der Spiegel schreibt zum Beispiel: “London ist die Welthauptstadt der Späher: In kaum einer Metropole gibt es mehr Überwachungskameras. Schätzungen gehen von über einer Million Kameras aus“. Vor wem fürchtet man sich?

Der Chip als Implantat wird bereits von einigen Menschen getragen. Dieser wird kommen, Zwecks der Sicherheit, versteht sich. Hier noch ‘ne Autobombe und dort noch ein Attentat und dem gesetzlich verordneten Sicherheitsbedürfnis steht nichts mehr im Wege.

China hat über 1 Milliarden Menschen! Bei den Demonstrationen damals waren einige hundert, vielleicht einige tausend, Menschen unterwegs. Wie kommt man jedoch zu der Aussage, dass die “KP eine Art Sozialvertrag mit der Bevölkerung geschlossen” hätte frei nach dem Motto: die Bevölkerung “verzichtete auf politische Teilhabe im Gegenzug für das Versprechen, am wachsenden Wohlstand des Landes beteiligt zu werden“. Und dies ist dann das Motiv für 1 Milliarde Menschen, sich politisch still zu verhalten um soeben Mal einen weltweit einmaligen, gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung zu fabrizieren, der an enorme geistige Ressourcen gebunden ist wie Fleiß, hohe Ausbildung, Ingenieurswesen, Logistik etc.? “Auch der Paderborner Medienwissenschaftler Jörg Müller-Lietzkow sieht China auf dem Weg zur Weltmacht vor allem im KI-Bereich.” Das scheint ihre Droge zu sein, denn “die Chinesen betäuben sich durch den Kommerz, um den Schmerz zu vergessen“. Welche Chinesen vergessen welchen Schmerz? Die Chinesen, die, wie auf Seite 1 des Berichts aufgeführt, bei den Protesten mit “erbeuteten Waffen und militärischer Ausrüstung” sowie mit dem Anzünden von gepanzerten Fahrzeugen und Bussen ihrer “Demokratiebewegung” etwas mehr Nachdruck verleihen wollten? Beklagt man doch selber, dass die meisten Menschen wegen staatlicher Zensur vom sogenannten Tiananmen-Massaker gar nichts wüssten. Was sie aber nicht wissen, können sie auch nicht vergessen. Den enormen wirtschaftlichen und technischen Aufschwung Chinas auf die Befriedigung von ein paar randalierenden Studenten zu reduzieren ist unsachlich und unlauter. Solch ein großes Land zu regieren und in Frieden sich entwickeln zu lassen, bedürfen einer Erfahrung und Weisheit, die im Westen durch Geld ersetzt wurden, also nicht mehr vorhanden sind. Es grüße der Mainstream.

Wǎn’ān, zàijiàn!

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