Was haben Musiker und Fotografen gemeinsam?

Von Klangfarben und Farbtönen

 

Als Musiker und Fotograf werde ich immer wieder auf Ähnlichkeiten aufmerksam, wenn es um die Bearbeitung von Tönen und Farben geht. Beide, Ton- und Bildaufnahme, müssen von ursprünglicher bester Qualität sein, um so wenig wie möglich Nacharbeit und ein bestmögliches Original zu haben. Im Foto wie beim aufgenommenen Ton, sollte es so wenig wie möglich Rauschen geben, und das Ergebnis solle bereits weitestgehend den grundlegenden Vorstellungen entsprechen.

Was haben Töne und Farben gemeinsam? Ihre jeweiligen Frequenzen! Beide schwingen über bestimmte Frequenzen, die, je nach dem, in welchen Frequenz-Bereichen sie liegen, entweder über unsere Augen oder unseren Ohren wahrgenommen werden.

Prinzipiell würde ein einziges Organ, nämlich unser Gehirn, ausreichen, um unsere Umwelt wahrzunehmen, und das tut es auch. Jedoch hat das Gehirn, angepasst an hiesige Umweltbedingungen, seine Fühler ausgestreckt durch seine Erweiterungen in Form von Augen und Ohren. Dies sind natürlich nicht unsere einzigen Fühler in die Umwelt. Auch Nase und Haut z.B. reagieren auf Schwingungen, die wiederum aus anderen Frequenzbereichen kommen.

Jede Schwingung (Frequenz) lässt sich also einer bestimmten Farbe zuordnen und umgekehrt. Und jede Frequenz, jede Farbe, jeder Ton lässt sich als Zahlenwert darstellen.

Jede Berührung und Wahrnehmung, jedes Wort, ist ein Registrieren von Schwingungen, ein Empfangen von Informationen. Dies ebenso auf der Gefühlsebene. Wir schwingen uns empor in Freude und Liebe. Wir resonieren, treten in Resonanz mit jemandem und tauschen darüber wechselseitig, wechselwirkend, Informationen aus. Diese Informationen, Schwingungen, Frequenzen, sind Energie. Alles ist Energie und lebt daher. Nichts kann sich abkapseln und steht immer in  Verbindung, in Kommunikation mit dem Gesamt-System der Schöpfung, des Daseins. Das ganze Universum ist ein lebendiges, ein Lebendiges, das Leben insgesamt. So wie unser Körper, an und in dem nichts für sich alleine existieren, Leben kann. Deshalb kann es grundsätzlich in allem nur ein Miteinander sein, was Leben erhält und erweitert.

So klar, wie wir sehen können, so klar können wir auch hören (und denken, denn auch unser Gehirn schwingt in unterschiedlichen Zuständen). Das Bearbeiten von Ton und Bild ist ein Beseitigen von eventuellen Störungen und ein dezentes Hinzufügen von Effekten zum Aufhübschen des jeweiligen Sinneseindruckes. Ist beides fertig, genießen wir, und im besten Fall auch andere, das Endergebnis - wir haben etwas erschaffen und erfreuen uns daran.

Interessant wäre es, einmal ein fertiges Bild zu hören oder einen fertigen Song farblich wahrnehmen und auch noch messtechnisch abbilden  zu können, im Zusammenwirken unserer jeweils empfundenen Gefühle.

Alles ist Schwingung, alles ist Ton, alles ist Farbe - was für ein buntes Leben.